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Kinderzeitung, Bremen
Bremen

1996 gründete die Kinderbuchautorin Ulla Hitzelberger-Otto den Verlag aus Bremen (VAB) mit dem vorrangigen Ziel, Familien in und um Bremen über Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zu informieren.
Was unternehmen wir mit unseren Kindern? Wie feiern wir den nächsten Geburtstag? An wen können wir uns im Fall von Problemen wenden? - Fragen über Fragen, die Eltern von kleinen und größeren Kindern auch über den Punkt der Freizeitgestaltung hinaus bewegen und die lange Zeit kein Medium auf regionaler Ebene beantwortet hatte. Der Verlag aus Bremen nahm sich dieser Aufgabe an und entwickelte sich im Lauf der Jahre immer mehr zu einem Informations- und Ideengeber für Eltern.

Familienfreizeitführer, die monatlich erscheinende kinderzeitung (Auflage 20.000), der 2006 erstmals gedruckte Familienpass sowie das in Kooperation mit einem Schwesterunternehmen herausgegebene Familienbranchenbuch sind die Produkte, die der Verlag heute erfolgreich veröffentlicht. Bücher und Zeitung ergänzen sich hierbei ideal, da sowohl jahreszeitlich unabhängige Ausflugstipps als auch tagesaktuelle Veranstaltungen für Kinder dargestellt werden können. Um den Informationsbedarf im Internet zu stillen und damit auch eine noch höhere Aktualität bei den Veranstaltungsübersichten zu erreichen ist die Homepage www.kinderzeitung.de im September 2006 online gegangen.
Darüber hinaus sind eine Reihe von einmaligen Publikationen erschienen, wie etwa das Kinderbuch "Miranda - oder Wildschweine fressen keine Kastanien" oder auch Familienfreizeitführer für Regionen außerhalb Bremens.

Bisher sind im Verlag folgende Buchtitel erschienen:


  • Kinder in und um Hannover, 1996, 2. überarbeitete u. ergänzte Neuauflage, 1999, 3. überarbeitete u. ergänzte Neuauflage, 2002, 4. überarbeitete u. ergänzte Neuauflage, 2007

  • Familienpass Bremen und Bremerhaven, 2006

  • Kids in Bremen & umzu, 1999, 2. überarbeitete und ergänzte Neuauflage 2005

  • MIRANDA - oder Wildschweine fressen keine Kastanien, von Herma Siebrasse-Heineke, 2002

  • Kinder in Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe, 1998, vergriffen

  • Kinder in Kiel, Lübeck und der Holsteinischen Schweiz, 1997

  • Malbuch für Kinder in Kiel, Lübeck und der Holsteinischen Schweiz, 1997

Webseite:
www.kinderzeitung.de

 

Unser aktueller Artikel

Wenn Mama und Papa sich trennen ...
Monate-, vielleicht jahrelange Auseinandersetzungen liegen hinter ihnen. Ermüdend und quälend! Da ist es für viele Paare eine Erleichterung, wenn sie endlich getrennte Wege gehen können. Die Kinder jedoch erleben die Trennung ihrer Eltern zunächst einmal als schweren Schicksalsschlag. Denn die wichtigste Stütze in ihrem Leben, die Familie, ist auseinandergebrochen.

Was ist das eigentlich, das viele Paarbeziehungen so schwierig macht, dass irgendwann kein Ausweg mehr zu erkennen ist? Warum trennen sich so viele Paare, werden so viele Ehen geschieden? Dabei beginnt doch meistens alles so hoffnungsvoll - Sabrina und Achim? Die sind das perfekte Paar. Jochen und Verena? Die passen wirklich zusammen. Doch dann kommt der Alltag, der organisiert werden will. Was kochen wir morgen? Wer macht den Hausputz? Und die Lohnsteuer ist immer noch nicht erledigt. Der Stress bei der Arbeit oder der Stress, weil keine Arbeit da ist. Und nicht zuletzt die Kindererziehung - alles andere als einfach. Um all die täglichen Kleinigkeiten zu bewältigen, ist viel Energie nötig. Aber es erfordert eben auch Kraft, sich als Paar nicht aus den Augen zu verlieren. Doch genau an dieser Energie fehlt es dann in vielen Beziehungen.

In Deutschland wird inzwischen jede zweite Ehe geschieden. Für die Paare ist die Scheidung oftmals ein erlösender Schritt weg von den Streitereien und den täglichen Auseinandersetzungen. Doch von Scheidungen betroffen sind in vielen Beziehungen eben auch Kinder. Laut Statistischem Bundesamt wurden zwischen 1994 und 2008 fast 2,3 Millionen minderjährige Kinder zu Scheidungsopfern. Dabei sind in dieser Zählung noch nicht einmal die Kinder unverheirateter Paare mitgerechnet. Und Kinder leiden unter der Trennung am meisten. Ist eine Trennung nicht zu verhindern, sollten die Eltern versuchen, sie den Kindern so leicht wie möglich zu machen.

Noch vor wenigen Jahrzehnten galten Kinder aus Scheidungsfamilien als potenzielle Problemfälle. Dies Bild hat sich inzwischen gewandelt, wie eine aktuelle Studie in München zeigt: Einige Jahre nach der Trennung ihrer Eltern zeigen Kinder im Vergleich zu Kindern aus intakten Familien keine Auffälligkeiten. Sechs Jahre lang wurden für die Untersuchung Kinder in ganz Deutschland beobachtet und befragt.

Psychologen sind sich weitgehend einig: Ein klares Ende, so hart das auch sein mag, kann für Kinder manchmal besser sein als das mühsame Aufrechterhalten einer Beziehung, die nur noch aus Streit und täglichem Kleinkrieg besteht. Damit können Kinder schlechter umgehen, als wenn klare Verhältnisse geschaffen werden.

Klare Worte helfen

Um die Erfahrung einer Trennung zu verarbeiten, sind vor allem Gespräche notwendig. Kinder dürfen nicht das Gefühl bekommen, weggeschoben zu werden. Wann aber ist der richtige Zeitpunkt, um mit dem Kind über die bevorstehende Trennung zu sprechen? Dann, wenn die Eltern selbst genau wissen, wann der Auszug des einen Elternteils aus der gemeinsamen Wohnung erfolgen wird. Warten sie, bis die Sachen gepackt sind, fühlen Kinder sich übergangen und nicht ernst genommen.

Darüber hinaus geht es darum, mit dem Kind ganz konkret die Modalitäten dieses Schrittes zu besprechen. Was bedeutet die Trennung für die Eltern und für das Kind? Es ist im Interesse des Kindes zu klären, wie das Leben nach der Trennung weiter geht: Wer besucht wen und wann? Besuche sollten sich nicht auf Wochenenden beschränken. Für das Kind ist es wichtig, den Elternteil, bei dem es nicht wohnt, auch im Alltag zu erleben.

Wir trennen uns nicht von dir!

Wichtig ist vor allem, dass Eltern ihrem Kind immer wieder deutlich machen und ihm zeigen: Auch wenn wir uns trennen, wir verlassen dich nicht und werden dich trotzdem immer liebhaben. Denn: Kinder haben die Tendenz, die Schuld an den Streitigkeiten zwischen Mutter und Vater bei sich selbst zu suchen. Auf diese Tatsache verweist Remo H. Largo, Professor für Kinderheilkunde in der Schweiz, in seinem Buch "Glückliche Scheidungskinder": Ein kleines Kind, schreibt Largo, könne sich nicht innerlich von den Eltern und ihrem Streit distanzieren. Aus einem Streit zwischen den Eltern würde es immer nur die Folgerung ableiten: Sie lieben mich nicht mehr. Kinder brauchen die Sicherheit, dass ihre Eltern auch nach einer Trennung für sie da sein werden und sie nicht im Stich lassen.

Es hilft auch nicht, dem Kind von verloren gegangenen Gefühlen zwischen Mama und Papa zu erzählen: Mama und Papa haben sich mal geliebt, lieben sich jetzt aber nicht mehr. Das sind Begriffe, mit denen ein Kind noch gar nichts anfangen kann. Erst im Laufe der Pubertät, schreibt Remo H. Largo, fangen Jugendliche an zu verstehen, was es mit der Liebe und dem Ende der Liebe auf sich habe. Kinder sind gar nicht in der Lage zu verstehen, dass Liebe auch vergehen kann. Ihre Erfahrungswelt kennt nur die eigene bedingungslose Liebe zu den Eltern. Und die geht nicht zu Ende, egal was passiert. Statt also von Liebe zu sprechen, helfen konkrete Worte besser: Papa zieht in eine andere Wohnung, aber du kannst ihn trotzdem ganz oft sehen. Ihr könnt mit deinen Autos spielen und Papa kann dir etwas vorlesen. Das ist eine Aussage, mit der Kinder etwas anfangen können.

Unterhalt - immerwährendes Streitthema

Seit Januar 2010 muss der unterhaltspflichtige dem bedürftigen Elternteil deutlich mehr zahlen. Die Höhe der Unterhaltszahlungen ist in der so genannten "Düsseldorfer Tabelle" festgelegt. Je nach Einkommen des Unterhaltspflichtigen und dem Alter des Kindes schwanken die Sätze jetzt zwischen 225 und 597 Euro. Kritiker bemängeln, dass die Unterhaltspflichtigen sich schon vor der Anhebung wie "ausgepresste Zitronen" gefühlt hätten. Die Mütter und Väter, die den (finanziellen) Alltag mit den Kindern bewältigen müssen, feiern dies als wichtigen Schritt.
Der Streit um Unterhaltszahlungen ist vielleicht eine Ursache dafür, dass der Kontakt zwischen Vätern und den von ihnen getrennt lebenden Kindern in vielen Fällen immer seltener wird. Eine Ursache vielleicht, aber sicher keine ausreichende Begründung für eine erschreckende Tatsache: Die Hälfte aller getrennten Väter in Deutschland hat ein Jahr nach der Trennung den Kontakt zu seinem Kind endgültig abgebrochen.

Bild: ©Rico28/PIXELIO

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Buchtipp: Wie kaputt ist unser Bildungssystem?
Ein Buch, das die Bildungsmisere hierzulande zutreffend schildert, ist kürzlich unter dem Titel "Schlaue Kinder, schlechte Schulen" erschienen. Nachvollziehbar und gut verständlich zeigt der Bildungsjournalist Christian Füller darin auf, dass es im heutigen Unterricht weniger um das Vermitteln von Inhalten als vielmehr um bloßes Selektieren geht.

Kinder, Eltern und Lehrer seien die Verlierer eines Systems, das unbelehrbare und verantwortungslose Politiker aufgestellt hätten, behauptet Füller. Man mag mit seiner Alternative, dem Ausweichen auf Privatschulen, übereinstimmen oder nicht - ein provozierender Abriss unserer Schullandschaft ist sein Bericht allemal und kritische Eltern wie Pädagogen werden sich an so mancher Stelle der Lektüre bestätigt fühlen.

Christian Füller, Schlaue Kinder, schlechte Schulen: Wie unfähige Politiker unser Bildungssystem ruinieren - und warum es trotzdem gute Schulen gibt, Droemer Knaur Verlag, ISBN 978-3-426274393, 288 Seiten, 16,95 Euro.

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Der Weg zum Traumhaus (Teil 2)
Hauskauf ist für viele Paare mit Kindern ein Thema. Wir haben eine junge Familie aus Oldenburg in einer wichtigen Lebensphase begleitet und berichten in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung ihres Hausprojektes.
Während es im ersten Teil um die Suche nach dem Traumhaus ging, geht es in Teil 2 um die Planung der Umbaumaßnahmen.

Seid ein paar Monaten sind Barbara (41) und Jan (43) mit ihrem Sohn Jos (1) stolze Besitzer eines Einfamilienhauses mit Garten. Damit das Haus tatsächlich zum Traumhaus wird, müssen allerdings noch einige Arbeiten im und am Haus vorgenommen werden.

Kinderzeitung: Und wie ging es nach der Entscheidung für euer Haus dann weiter?

Barbara: Wir wollten für alles, was jetzt kommt eine kompetente Begleitung und haben ein Architekturbüro beauftragt, das die Planung und auch die gesamte Bauleitung, auch die Ausschreibung übernimmt. Einfach alles von A bis Z. Mich würde das komplett überfordern, wenn ich Ausschreibungen jetzt selber machen müsste und mich mit Preisen und Materialeigenschaften beschäftigen müsste. Es gibt so viel zu bedenken, das kann ich gar nicht.

Kinderzeitung: Das heißt ihr seid mit den Architekten durchs Haus gegangen und habt denen eure konkreten Wünsche mitgeteilt?

Jan: Barbara hatte sich schon Gedanken vorher gemacht, aber beim ersten Termin mit dem Architekten haben wir nicht viel vorgegeben, wir haben denen nur geschildert, was wir uns vorstellen können. Beim zweiten Termin haben sie uns dann ihre ersten Rohentwürfe der Umbaumaßnahmen gezeigt. Da waren Barbaras Vorstellungen mit aufgegriffen und sie haben selbst eigene Ideen mit eingebracht, die wir dann wiederum durchdacht haben. Unsere Vorschläge kamen hauptsächlich von Barbara, ich habe mich weniger damit beschäftigt.

Kinderzeitung: ... aber ihr wart euch schon einig?

Barbara: Zum einen hab ich ein bisschen mehr Zeit, weil ich gerade nicht arbeite. Und zum anderen, kann ich mir das besser ausmalen, während Jan eher derjenige ist, der für so technische Fragen zuständig ist. Der hat sich dann darüber informiert, ob eine Pellet-Heizung* sinnvoll ist oder nicht. Was kostet das, was hat das für Vorteile und so weiter. Dazu habe ich keine Lust, das macht er dann eher. Aber in diesen gestalterischen Fragen, wo es mehr um das Leben geht (lacht), da bin ich auch kompromissloser, glaub ich.

Jan: Man kann auch sagen, ich bin mehr gewöhnt, mich mit den Dingen zu arrangieren. Ich werde mich schon zurechtfinden, wenn die Nische ein Meter kleiner oder größer ist.

Kinderzeitung: Hattet ihr denn ganz konkrete Wünsche und Vorstellungen, zum Beispiel, was die Raumaufteilung angeht?

Barbara: Ja schon. Aber man merkt dann so nach und nach, was wirklich wichtig ist, aber auch was nicht machbar ist. Ich hab mir zum Beispiel immer vorgestellt, dass wir einen Hauswirtschaftsraum haben mit einer Tür nach außen, der wie so eine Dreckschleuse funktioniert, auch fürs Kind. Das werden wir in diesem Haus nicht haben, weil das Haus dafür nicht passt. Das ist aber gar nicht mehr wichtig. Aber ich hätte niemals mehr eine reine Arbeitsküche haben wollen, wo ich über den Flur gehen muss, um in meinen Wohn-/Essbereich zu kommen. So ein Haus hätten wir nicht gekauft.

Kinderzeitung: Hat der Umbau schon begonnen?

Jan: Nein, zurzeit werden die Detailplanungen durchgeführt. Im nächsten Schritt werden dann Angebote eingeholt, zum Beispiel von Fensteranbietern. Wir bekommen bei jedem Termin die Ergebnisse mit Hinweisen präsentiert, was die Architekten sich zu bestimmten Maßnahmen überlegt haben.

Barbara: Parallel gehen wir zu Küchenausstattern, Badausstattern oder gucken uns Fliesen an und sprechen die Machbarkeit mit den Architekten ab. Vor allem gucken wir uns die Preise an. Es gibt ja so eine vorläufige Kostenplanung und wenn wir da in manchen Bereichen sparen, können wir von dem gesparten Geld zum Beispiel einen Gefrierschrank zahlen oder so. Der Architekt gibt uns Entscheidungshilfen mit. Sie sagen, dass ist das, was ihr vermutlich haben möchtet und guckt mal inwieweit ihr damit auskommt. Teurer geht natürlich immer. Die Kunst ist eher, etwas Schönes und nicht zu Teures auszusuchen.

Kinderzeitung: Aber es gab am Anfang schon eine Kostenplanung, mit der ihr auch einverstanden wart?

Barbara: Ja, dann sind wir damit nach Hause gegangen, haben noch mal überlegt und gerechnet und noch mal geguckt, wo wir noch Geld finden (lacht). Also es war schon mehr, als wir gedacht haben.

Jan: Also ich glaube, dass die Architekten erstaunt waren, dass wir nicht gleich gesagt haben, das geht gar nicht, das ist zu teuer. Ich glaub, sie haben eher damit gerechnet, dass wir sagen, nee das geht ganz und gar nicht, wir müssen dringend noch ganz viel Geld einsparen. Es sind ja so schon genügend Dinge, die ich mir an ökologischen Baumaßnahmen und auch am Wohnkomfort erhofft hatte, wieder gestrichen wurden.

Kinderzeitung: Was für ökologische Maßnahmen hattet ihr denn geplant?

Jan: Wir wollten von Anfang an ein energieeffizientes Haus haben. Mir wäre es sehr lieb gewesen, so viel energiesparende Technik wie möglich zu haben, zum Beispiel, indem wir die Heizung mit Sonnenenergie unterstützen, also mit Solarthermie. Oder man unterstützt den Heizkreislauf des Hauses oder die Warmwasserbereitung damit. Das ist zum Teil noch sehr teuer und darum sind wir nach und nach immer weiter abgekommen von diesen Dingen. Trotzdem werden wir im Vergleich zu anderen ein sehr energiesparendes Haus haben. Das Haus wird von außen gedämmt, wir haben komplett neue Fenster. Trotzdem musste ich von meinen Hoffnungen und Wünschen stark zurücktreten und das lag hauptsächlich an den Kosten.

Barbara: Es ist eben so, dass viele Sachen, die wir wollen, sich wirtschaftlich nie rentieren. Es wäre nur für die gute Sache, rechnet sich aber nicht. So die Meinung von unserem Architekten, der sehr für solche Maßnahmen ist. Das kannst du machen, wenn du Geld dafür ausgeben willst, weil es dich glücklich macht. Ähnlich war es auch mit der Kellerdeckendämmung, obwohl die auch was bringt. Jedenfalls wollte ich das unbedingt, weil ich im Erdgeschoß auf dem Boden sitzen möchte und wissen, das ist unten schön warm gedämmt, wenn ich schon keine Fußbodenheizung habe.

Jan: Von der Fußbodenheizung hat unser Architekturteam uns stark abgeraten, da diese nicht gerne bei Parkettböden gemacht wird und eben auch aus Kostengründen.

Kinderzeitung: Wurde die Ausbauplanung davon beeinflusst, dass ihr ein Kind habt und vielleicht irgendwann ein zweites haben werdet?

Jan: Das hat natürlich eine große Rolle gespielt. Ebenso hat eine Rolle gespielt, dass wir selbst älter werden und wir im Prinzip das Haus auch nutzen möchten, wenn wir etwas gebrechlicher sind. Und es sind auch Gästezimmer vorgesehen für unsere extern wohnenden Eltern, die nicht mal eben am Nachmittag abreisen können. Sie sollen zum Beispiel auch die Möglichkeit haben, unten zu übernachten und zu duschen, wenn sie mal nicht mehr so gut die Treppe hochkommen.

Barbara: Hätten wir als kinderloses Paar etwas gesucht, hätten wir in jedem Fall was Kleineres gesucht. Und wenn wir - wenn die Kinder mal groß sind - nicht mehr hier wohnen wollen, würden wir es halt verkaufen. Das würde ja immer noch genügend abwerfen, um uns in einer innenstadtnahen Lage eine Wohnung mit Fahrstuhl in der Nähe aller Museen, Theater und aller Ärzte zu kaufen.

Kinderzeitung: Habt ihr noch einen abschließenden Kommentar zur Umbauphase?

Barbara: Für mich ist das Wichtigste, dass ich gelernt habe, dass das, was ich schon immer wollte, nicht unbedingt jetzt sein muss. Ich wollte zum Beispiel nie wieder im Keller waschen. Aber im Keller waschen ist für dieses Haus genau richtig, alles andere wäre Unsinn.

Jan: Dass meine Ansprüche eben anderes geworden sind, zum Beispiel was die Ökogeschichten angeht, das sich manche Dinge einfach nicht so umsetzen lassen. Vielleicht klappt das ja in zehn oder zwanzig Jahren, wenn sich auch die Preise geändert haben.

Kinderzeitung: Vielen Dank!
*Anm. d. Redaktion: Eine Pelletheizung (oder auch Pelletsheizung) ist eine Heizung, in deren Heizkessel Holzpellets (kleine Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl) oder Alternativen verfeuert werden.
Das Gespräch führte Suse Lübker

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Der Weg zum Traumhaus (Teil 1)
" ... und dann waren wir plötzlich Hausbesitzer!"
Hauskauf ist für viele Paare mit Kindern ein Thema. Wir haben eine junge Familie aus Oldenburg in einer wichtigen Lebensphase begleitet und berichten in regelmäßigen Abständen über die Entwicklung ihres Hausprojektes.
Im ersten Teil geht es um die Suche nach dem Traumhaus und um die Entscheidung für ein konkretes Objekt.

Für Barbara (41) und Jan (43) ist schon länger klar, dass ihre Stadtwohnung - sobald Nachwuchs da ist - zu klein wird. Schon vor Barbaras Schwangerschaft machen die beiden sich auf die Suche nach einem neuen Heim. Inzwischen ist ihr Sohn Jos gerade ein Jahr alt geworden und seit einigen Wochen sind sie stolze Eigenheimbesitzer eines Einfamilienhauses mit Garten.

Kinderzeitung: Erzählt mal, wie alles begann. Was genau habt ihr gesucht? Wo wolltet ihr wohnen - stadtnah oder am Stadtrand? Hattet Ihr Vorstellungen von der Größe? Wolltet Ihr einen Garten?
Jan: Wir wollten ein Haus mit Garten, ob Altbau oder Neubau war erst mal offen. Sollte davon abhängen, wie die Grundstückspreise sind und die Lage. Wir wollten unterschiedlich stadtnah oder Standrand, da waren wir uns nicht einig. Wichtig war uns, dass es eine möglichst ruhige Wohnlage sein sollte.
Barbara: Am Anfang haben wir uns vor allem damit befasst, unsere Vorstellungen aneinander anzunähern. Jan kommt ja vom Dorf und fand das prima und ich komme aus der Stadt und habe immer gern stadtnah gewohnt. Das waren erstmal zwei genau entgegengesetzte Positionen. Während wir dann suchten und immer wieder darüber gesprochen haben, haben wir so nach und nach eine Annäherung gefunden. Eigentlich hat Jan sich an meine Wünsche angenähert hat, das heißt er macht jetzt den größeren Kompromiss. Jan wäre gern aufs Dorf gezogen. Das kam aber für mich überhaupt nicht in Frage, denn ich will nicht die nächsten 15 Jahre Kindertaxi sein. Und je weiter du draußen wohnst und je kleiner die Kinder sind, desto mehr musst du das einfach. In der Stadt werden Sie schneller unabhängig. Weil die Wege kürzer sind und es mehr öffentliche Transportmittel gibt.
Kinderzeitung: Und worüber habt Ihr dann gesucht?
Barbara: Über die klassischen Medien, vor allem über die Zeitung und im Internet in den Suchportalen. Meistens hab ich geguckt, was aus meiner Sicht überhaupt in Frage kommt und Jan hat dann danach gesagt, ok, können wir uns mal angucken oder nicht. Das haben wir gemeinsam vorher so vereinbart. Und wir haben uns ganz ganz wenig überhaupt nur angeguckt, weil wir immer mehr wussten, was wir nicht wollten. Jan sagte, dass er nicht jedes Wochenende nur Hausbesichtigungen machen wollte - das hätte ich zum Beispiel gern gemacht. Mir hätte das Spaß gemacht.
Kinderzeitung: Wie lange habt Ihr dann gebraucht, bis Ihr Euer Haus gefunden habt?
Barbara: Angefangen haben wir, bevor ich schwanger war. Das heißt, wir haben insgesamt fast zwei Jahre gesucht. Irgendwann kennst Du alle Makler und ich hab mir dann im Internet Bookmarks auf die Maklerseiten gesetzt und dort auch regelmäßig geguckt. Und dann haben wir auch im Freundeskreis und unter Kollegen gestreut, dass wir was suchen. Vor allem bei den Leuten, die in Gegenden wohnen, die wir attraktiv fanden. Gefunden haben wir das Haus dann auch über eine Maklerin im Internet.
Jan: Hinzu kommt, dass Barbara ziemlich stark auf bestimmte Ortsteile in Oldenburg fixiert war. Dadurch kam vieles, was uns angeboten wurde, überhaupt nicht in Frage. Das liegt natürlich auch daran, dass ich noch nicht so lange hier wohne und die Stadt weniger kenne.
Barbara: Am liebsten wäre ich dort geblieben, wo ich seit Jahren wohne. Und jetzt ziehen wir in einen Stadtteil, in dem ich jahrelang gearbeitet habe und der auch für mich heimisch ist. Eigentlich kamen nur zwei, drei Stadtteile überhaupt in Frage.
Kinderzeitung: Was war dann ausschlaggebend für das Haus? War das Liebe auf den ersten Blick?
B: Es war das erste, bei dem wir gesagt haben, das kommt in Frage.
Jan: Und auch die Erschöpfung war groß genug, nicht weitersuchen zu wollen.
Barbara: So hab ich's nicht empfunden. Es war das erste Haus, was stadtnah und trotzdem ruhig war. Und es war das erste Haus mit nicht einsehbarem Garten. Es war eben nicht so, wie es bei vielen Neubauten ist, dass die Terrasse direkt am Fußweg liegt, das kam für uns nicht in Frage. Hier ist es nicht so, es ist abgeschlossen, eingewachsen und es gibt Privatheit.
Kinderzeitung: Jan, Du warst schon auch von dem Haus überzeugt, oder war es hauptsächlich Erschöpfung?
Jan: Naja, ich hätte wahrscheinlich auch schon eines davor genommen. Weiß ich nicht so genau. Aber ich bin schon mit der Entscheidung zufrieden.
Barbara: Viele sagen ja, die Entscheidung treffen die Frauen und bei uns ist das irgendwie auch so. (lacht) Ich glaub ich bin kategorischer, in dem, was ich ablehne. Jan ist da offener. Bei Jan war auch dieser Druck, dass wir aus dieser Wohnung rausmüssen wegen Jos viel stärker als bei mir. Jan hat die Wohnung noch mehr genervt. Eigentlich dauert es jetzt noch zulange bis wir umziehen.
Jan: Ja, und dann waren wir plötzlich Hausbesitzer!

Das Gespräch führte Suse Lübker

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Tierisches Vergnügen für groß und klein - Tier- und Wildparks in Bremen und Umgebung
Wie wäre es mal mit einem Familienausflug in einen Tierpark? Gerade im Umland von Bremen und Bremerhaven verstecken sich viele Wild- und Tierparks, die einen Besuch lohnen, sei es als Tageskurztrip oder auch in Verbindung mit einem Wochenendausflug. Wir haben uns in allen Himmelsrichtungen umgeschaut und eine Auswahl von besuchenswerten Tier- und Wildparks zusammengestellt. Sogar eine Schmetterlingsfarm ist dabei. Übrigens: viele der Parks haben schöne Spielplätze und Tobemöglichkeiten für alle Altersgruppen, und auch für Kaffeepausen ist in der Regel gesorgt.

Bremen und Bremerhaven
Zwar gibt es direkt in Bremen keinen berühmten Zoo, aber das Tiergehege im Bürgerpark ist für Familien mit Kindern eine lohnenswerte Anlaufstelle, zumal der Park noch jede Menge anderer Attraktionen bietet. Im Tiergehege tummeln sich verschiedene hiesige Tier- und Vogelarten, die sich in der freien Wildbahn nur noch schwer beobachten lassen. Damwild, Bergziegen, Schafe, Enten und auch Bentheimer Schweine fühlen sich hier sauwohl. Für kleinere Kinder ist das Meerschweinchengehege eine besondere Attraktion. Siehe auch www.buergerpark.de/erleben/tiergehege

Bremerhaven wartet gleich mit zwei tierischen Highlights auf: Wissenswertes und Lehrreiches rund um das Meer und seine Bewohner erfährt man im Atlanticum. Im großen Meerwasseraquarium umschwimmen Fische der Nordsee und des Nordatlantiks ein versunkenes Wrack. Wer Glück hat, schaut einem Hummer oder Katzenhai direkt in die Augen. Mehr Infos gibt's unter www.atlanticum.de.

Ebenfalls in Bremerhaven befindet sich einer der schönsten Zoos in Norddeutschland. Der Zoo am Meer liegt ganz nah an der Nordsee und bietet vor allen Dingen den kleinen Besuchern einen direkten Blick auf die Tiere: viele Glasscheiben gehen bis zum Boden, so brauchen sie nicht auf Papas Schultern zu sitzen, um die Basstölpel oder die Seelöwen beim Tauchen zu beobachten. Auf bunten Klappschildern können sich Kinder über die Zootiere informieren, selbst wenn sie noch nicht so gut lesen können. Da gibt es viele einheimische Wassertiere, wie verschiedene Enten und Gänse, Seehunde und Sumpfschildkröten. Aber auch von weit her zugereiste Tiere, wie Pumas, Eisbären oder Schimpansen, fühlen sich in den großzügigen Gehegen sehr wohl. Wer es zeitlich schafft, sollte unbedingt zu den Fütterungszeiten anreisen! Am Ende des Zoobesuchs können sich die Kinder auf dem Spielplatz austoben, während die Eltern im Café den Überblick behalten. Zeiten, Preise und weitere Infos unter www.zoo-am-meer-bremerhaven.de

Nördlich von Bremen
Der Tiergarten Ludwigslust in Osterholz-Scharmbeck ist ein Geheimtipp, der unbedingt weitererzählt werden sollte. Auf dem vier Hektar großen Grundstück warten über 200 Tiere, darunter Flamingos, Papageien, Störche, Kraniche und Greifvögel, aber auch Bären, Kängurus, Luchse, Hirsche und natürlich Affen darauf, bewundert zu werden. 50 verschiedene Tierarten sind hier vertreten. Der Tierpark ist auch schon für ganz kleine Kinder eine Attraktion - überschaubar und gemütlich. Übrigens: zurzeit gibt es viel Nachwuchs im Tiergarten - so zum Beispiel drei Affenbabys, ein junges Känguru und kleine Störche! Infos unter www.tiergarten-ludwigslust.de

Das Zooteam vom Zoo in der Wingst ist stolz auf sein Tiergehege, schließlich wurde der ehemalige Baby-Zoo zwischen Cuxhaven und Elbfähre Wischhafen-Glückstadt unlängst bei einer Umfrage vom NDR zum zweitschönsten Zoo in Norddeutschland gewählt. Hier leben viele kleinere und mittelgroße Tierarten in großzügigen, natürlich gestalteten Gehegen, die teilweise nur selten in anderen Zoos zu finden sind. In dem schönen Landschaftstiergarten tummeln sich zum Beispiel Löwen, Tiger, Ozelots, Servale, Wölfe und Bären neben vielen Affenarten, wie Japanmakaken, Hulmanen, Schopfmangaben, Gibbons oder Krallenäffchen. Die Betreiber legen viel Wert darauf, dass sich Kinder besonders wohl fühlen - so ist zum Beispiel der Streichelzoo die wichtigste Einheit der Zooanlage. Natürlich gibt es auch hier einen gepflegten, vielseitigen Spielplatz, auf dem die Kinder nach Herzenslust herumtoben können. Und auch in Zukunft wird viel zum Thema Kinderfreundlichkeit geboten: So soll der Streichelzoo in einen Kinderbauernhof umgestaltet werden, auf dem die Kinder aktiv mitmachen können. Infos unter www.wingstzoo.de

Ca. 40 Autominuten südlich vom Zoo in der Wingst liegt der Natur- und Erlebnispark Bremervörde. Hier sind die Tiere zwar nicht die Hauptdarsteller, dafür bietet der Park einen spannenden Ausflug in das Reich der Sinneswahrnehmungen: Summsteine, Klang-, Riech- und Fühlobjekte, ein sechs Zentner schweres Steinpendel, eine große Partnerschaukel, die knifflige Taumelscheibe und viele andere Balancegeräte - den Besuchern wir ein spielerischer Einblick in die Gesetze und Kräfte der Natur präsentiert. Die 100 Hektar große Parklandschaft direkt am Vörder See bietet wunderschöne Einblicke in die Natur: So kann man seinen Geruchssinn bei einem Spaziergang durch den Rosengarten oder den Apotheker- und Bauerngarten schulen. Direkt am See befindet sich das Haus des Waldes mit vielfältigen Informationen über die ökologischen Aspekte des Waldes. Und im Café Dunkel trinkt man seinen Kaffee in völliger Finsternis, ein ungewöhnliches Ereignis für Sehende. Ein spannender Ausflug in die Welt der Sinne, den man auf keinen Fall auslassen sollte. Mehr Infos unter www.parkdersinne-brv.de

Südlich von Bremen
Im Herzen des Naturparks Wildeshauser Geest liegt der Wild- und Freizeitpark Ostrittrum. Dort leben 400 Tiere aus allen Kontinenten, wie Kängurus, Wildschweine, Hirsche, Rehe, Emus, Strauße und viele Vogelarten, wie der Goldfasan, die Schneeeule und die Bussarde. Auf Seilen und in Bäumen treiben die Bergaffen in dem neu angelegten 400 Quadratmeter großen Affengehege mit Affenhaus ihr lustiges Spiel. Und im Streichelzoo lassen sich die Ziegen gerne liebkosen. Da es sich auch um einen Freizeitpark handelt, gibt es in Ostrittrum auch noch diverse Spiel- und Tobemöglichkeiten für große und kleine Kinder. Dazu gehören zum Beispiel der Märchenwald und der Abenteuerspielplatz. Infos unter www.freizeitpark-ostrittrum.de
Ein Sommertag am Steinhuder Meer ist immer wieder lohnenswert, ganz besonders wenn man ihn mit einem Besuch der Schmetterlingsfarm Steinhude verbindet. Etwa 600 farbenprächtige, große und kleine exotische Schmetterlinge fliegen lautlos durch eine tropische Pflanzenwelt - man fühlt sich wie in einer ganz anderen Welt. Mit etwas Glück kann man sogar erleben, wie die Schmetterlinge aus ihrem Kokon schlüpfen. Und in den Terrarien des Insektariums verstecken sich Krabbelkäfer, Vogelspinnen, Tausendfüßler und viele andere Insekten. Öffnungszeiten und Preise unter www.schmetterlingsfarm.de/steinhude

Östlich von Bremen
Inmitten einer weitläufigen Wald- und Wiesenlandschaft mit außergewöhnlichen Wild- und Haustieren liegt der Landpark Lauenbrück. Der ehemalige Wildpark Lauenbrück hat sich in den letzten Jahren stetig zu einer großzügigen Anlage mit verschiedenen Tiergehegen entwickelt. Auf 200.000 Quadratmetern kann man über 200 zum Teil seltene Wild- und Bauernhoftiere, wie beispielsweise Auerochsen, Woll- und Dänische Protestschweine, Spanische Riesenesel, Exmoor-Ponys, Bentheimer Landschafe, Vierhornschafe und Alaskan Malamutes, in artgerechter Freilandhaltung hautnah erleben. Übrigens: der Landpark ist auch sehr gut mit der Bahn in Verbindung mit einem Spaziergang zu erreichen, der Bahnhof Lauenbrück liegt auf der Metronom-Strecke zwischen Bremen und Hamburg. Infos unter www.landpark.de

Westlich von Bremen
Für Vogelfreunde lohnt ein Ausflug zum Ammerländer Vogel- und Landschaftspark in Westerstede. Auf dem 43.000 Quadratmeter großen Gelände flattert und zwitschert es in Volieren, Teichanlagen und Wasserläufen. Enten, Gänse, Eulen, Sittiche, Nandus, Emus, Kraniche, Pfaue, Greifvögel, Tauben, Hühner sowie Kapuzineraffen lassen sich hier gerne bestaunen. Nach dem Rundgang lädt das mitten im Park gelegene Tropencafé zum Verweilen ein. Siehe auch www.vogelpark-westerstede.de
Im idyllischen Küstenbadeort Minsen liegt das Nordseehaus Wangerland. Hier kann man sich in Ruhe und übrigens kostenfrei über das Wattenmeer informieren. Fünf Aquarien und ein Erlebnisbecken präsentieren die Unterwasserwelt der Nordsee. Unter dem vielversprechendem Titel "Dem Fischstäbchen, Rollmops & Co auf der Spur" kann man dort mehrmals im Monat an den Fütterungen in den Aquarien teilnehmen, dazu gibt es viele Erläuterungen und eine Filmvorführung. Infos unter www.nordseehaus-wangerland.de

Und sollte das Wetter mal so richtig schlecht sein, ist man in wenigen Autominuten auf dem Gelände der Nordsee-Spielstadt Wangerland. Tiere sucht mal hier zwar vergeblich, dafür kommen große und kleine Energiebündel voll auf ihre Kosten: Autoscooter, Achterbahn, ein Riesenrad, Kettenkarussell sowie eine Kletteranlage mit Wassergraben und Kanus sind nur einige der vielen Attraktionen auf dem 6.000 Quadratmeter großen Gelände (siehe www.nordsee-spielstadt-wangerland.de).

Und zum Schluss ein ganz besonderer Tipp: Unter der Bezeichnung "Kanuesel Tours" bietet Arno Virkus kombinierte Kurztrips mit Paddeln und Eseltrekking an. Die Touren sind je nach Bedarf Halbtages-, Tages- oder Mehrtagestouren, d.h. eine Strecke wird in Kanus gepaddelt, zurück geht es zu Fuß mit Eselbegleitung. Die Paarhufer tragen dabei das Verpflegungsgepäck. Das Angebot richtet sich an Gruppen ab sechs bis maximal dreizehn Personen, die Touren finden in der Umgebung des Eselstalls in Vahlde (zwischen Rothenburg/Wümme und Tostedt) statt. Genaue Tourenbeschreibungen und Preise gibt es unter www.kanuesel.de

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HILFE, meine Mama ist krank! - Private Haushaltshilfen im Krankheitsfall
Manchmal kommt eben alles zusammen: Was zunächst einmal mit einem Schnupfen beginnt, weitet sich innerhalb kürzester Zeit zu einem grippalen Infekt aus. Silke Lutz will nur noch die Decke über den Kopf ziehen und ihre Ruhe haben. Mit zwei kleinen Kindern und einem beruflich eingebundenen Ehemann nimmt das Chaos im Haushalt schnell überhand.

Auch die Großeltern können diesmal nicht aushelfen. Ein Telefonanruf bei der Krankenkasse bringt die große Erleichterung: Familie Lutz erfährt, dass sie Anspruch auf eine Haushaltshilfe hat. Bei Krankheiten, die eine Versorgung der Kinder verhindern, übernimmt die Krankenkasse in vielen Fällen die Kosten für eine Haushaltshilfe. Voraussetzung ist, dass im Haushalt ein Kind unter 12 Jahren lebt und dass keine andere im Haushalt lebende Person diesen weiterführen kann. Die Krankenkasse zahlt übrigens auch bei Krankenhausaufenthalten und bei Problemen in der Schwangerschaft oder nach der Entbindung, wenn die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist (z.B. bei vorzeitigen Wehen). Um die genauen Modalitäten zu klären, reicht ein Anruf bei der Krankenkasse. Voraussetzung in allen Fällen ist die Vorlage eines ärztlichen Attests.

Für Familie Lutz war das die Rettung: die Krankenkasse empfahl ihr, sich direkt mit einem Pflegedienst in Verbindung zu setzen, der Haushaltshilfen vermittelt. Sie fand einen mobilen Sozial- und Pflegedienst, der sich auf die ambulante hauswirtschaftliche Versorgung spezialisiert hat. Die Vermittlung von Haushaltshilfen im Krankheitsfall gehört für Holger Hegermann von vacances, einem Bremer Anbieter, zum Arbeitsalltag: "Wir kümmern uns um alles, was mit der Organisation zu tun hat und helfen auch gern bei Fragen im Zusammenhang mit der Antragsstellung. Häufig wird der Einsatz schon koordiniert, während parallel alles mit der Krankenkasse geklärt wird."

Innerhalb eines Tages hatte Frau Lutz eine Unterstützung für alle anfallenden Aufgaben und auch für die Betreuung und die Versorgung der Kinder: Silvia ist selbst dreifache Mutter und kennt die Alltagsprobleme einer Familie. Sie kümmerte sich eine Woche lang um den gesamten Haushalt von Familie Lutz, brachte die Kinder in den Kindergarten, kochte einen großen Topf Suppe und übernahm die Wäsche, während Silke sich so richtig auskurieren konnte. Auch die Kinder waren angetan und fühlten sich mit Silvia wohl: Für Familie Lutz war die Vermittlung der Haushaltshilfe Rettung in größer Not.

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Der etwas andere Buchtipp
Ex-Bildungssenator empfiehlt: Bushido for Kids! Als im vergangenen Herbst die Autobiografie von Bushido auf den Markt kam, war klar, dass es in dem Buch ziemlich krass zur Sache gehen würde. Und richtig, Deutschlands Rapper Nummer eins klärt uns "Opfer" gnadenlos selbstbewusst darüber auf, was seiner Meinung nach Trumpf ist, wenn man Erfolg haben will. Dabei spielt sein musikalischer Werdegang nur eine untergeordnete Rolle.


Bushido beschreibt viel lieber, wie man als ganz Harter die Hackordnung bewahrt, nämlich indem man seine Gegner kompromisslos "therapiert" (= ihnen auf die Fresse haut). Unglaublich ausschweifend auch die vielen Episoden, in denen der selbst ernannte "Sex Gangster" schildert, wie er schon ganze Hundertschaften von Frauen flachgelegt hat - in seinen Augen sowieso alles nur "Schlampen".

"Bloß nicht ernst nehmen", rät ein Rezensent auf amazon.de. Wenn man das Buch mit einigem Abstand lese, sei es sogar richtig witzig. Stimmt genau. Nur dass manch einem leider der nötige Abstand fehlt, um über Bushidos Verherrlichung von Gewalt und seine menschenrechtsverachtenden Parolen lachen zu können. Willi Lemke zum Beispiel, der UN-Sonderbeauftragte und ehemalige Bremer Bildungssenator, huldigt den Skandalrapper sogar für sein Engagement in Sachen Leseförderung. "... ich bin sicher", schreibt Lemke in einem im Tagesspiegel veröffentlichten Brief an Bushido, "keine Leseinitiative bringt so viele Kids zum Lesen wie Ihr Buch."

Nanu?, haben wir uns gefragt. Eine offizielle Ehrung für jemanden, der mittelalterliche Hau-drauf-Mentalitäten propagiert und Frauen als Wesen zweiter Klasse betrachtet? Noch dazu vom ehemaligen Vorgesetzten aller bremischen Pädagogen? Wie ist es möglich, dass ein so angesehener Politiker unseren Kindern ein Buch empfiehlt, in dem gute Schüler als "Hardcore-Streber" verspottet werden und dessen zweifelhafter Held mit seiner Vergangenheit als Ladendieb und Drogendealer prahlt?

Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht: Die Lektüre von Bushido hat uns - den nötigen Abstand und ein gefestigtes Demokratieverständnis vorausgesetzt - durchaus amüsiert. Wann liest man schon mal von einem vermeintlich Erwachsenen, der ernsthaft von sich sagt, er sei sexuell auf einem sehr hohen Level? Frauen, so schreibt Bushido, müssten auf der Straße die Dame und im Bett die Hure sein. Ansonsten sei er nicht anspruchsvoll. "Sie sollte kochen können und die Wohnung sauber halten." - Recht hat er! Denn nicht auszudenken, jemand wie er würde über soziale Phänomene wie etwa Liebe oder gar Fortpflanzung reden. Da müsste man ja um den Bestand der abendländischen Zivilisation fürchten.

Wie aber mag sich dieses zweifelhafte Gedankengut auf "Kids" auswirken, die wenig leseerfahren sind? Denn sie sind es ja, die unser Ex-Bildungssenator mit seiner Begeisterung für Bushidos pervertierte Machtphilosophien ans Lesen bringen will - Lemkes Lob prangt längst auf diversen Internetseiten als Gütesiegel.

Wir sind ganz und gar nicht damit einverstanden, dass Jugendlichen ein Buch ans Herz gelegt wird, dessen Fazit lautet: Wer sich für 230.000 Euro ein Armband leisten kann, ist der Größte. Es gibt unzählige gute Jugendbücher. Auch Sex und Crime sind heute längst keine Tabus mehr. Nur sollte ein empfehlenswertes Buch am Ende vermitteln, was wahre Stärke ist. Es sollte Wege für ein soziales Miteinander aufzeigen und Kompromissbereitschaft nicht gleichsetzen mit Losertum. Besonders auf Jugendliche haben Medien einen prägenden Einfluss. Daher bitte, Herr Lemke, wenn Sie das nächste Mal einem Buch den Ritterschlag erteilen, dann einem, in dem nicht Arroganz und rechtsextremes Denken idealisiert werden, sondern Werte, die unsere Gesellschaft nötiger hätte.

Bushido, Lars Amend, "Bushido", riva Verlag, ISBN 978-3-936994-88-9, 428 Seiten, 19,90 Euro.

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Späte Mütter, späte Väter: Kinderwunsch um die Vierzig
So langsam scheint der Boom der Spätgebärenden wieder etwas abzuebben, zumindest was die Nachrichten darüber in der Presse betrifft. Anfang letzten Jahres konnte man sich jedenfalls vor Meldungen kaum retten: Birgit Schrowange, TV-Moderatorin, wurde mit 42 schwanger; Hollywood-Star Holly Hunter bekam mit 47 Jahren Zwillinge, Geena Davis wurde mit stolzen 48 Jahren Mutter und als älteste Mutter der Welt brachte eine Spanierin mit 67 Jahren Zwillinge auf die Welt.

All das ist nicht unbedingt alltäglich, aber Zeichen für einen Trend. Denn dass viele Frauen um die vierzig den Schritt in ein neues Familienleben wagen, bestätigt auch die Statistik: Laut Gender Report des Bundesfamilienministeriums steigt die Quote der Erstgebärenden in Deutschland ab 40 und älter stetig an. Hatten 1991 nur 0,8% der erstgeborenen Kinder eine Mutter von 40 Jahren oder älter, waren es im Jahr 2000 1,8% und 2003 bereits 3,9%, Tendenz steigend.

Der richtige Zeitpunkt?
Biologisch gesehen mag es zwar am besten sein, mit Mitte 20 Kinder zu bekommen, aber deshalb ist das für viele noch lange nicht der richtige Zeitpunkt für die Familiengründung. Viele Frauen stellen zunächst mal die Ausbildung und den berufliche Erfolg an erste Stelle. Bei den Akademikerinnen verschiebt sich der Zeitpunkt durch die langen Ausbildungszeiten noch weiter nach hinten. Schließlich fangen die meisten mit Anfang 20 erst an zu studieren und möchten nach dem Studium nicht sofort eine Familie gründen, sondern erst einmal Berufserfahrungen machen. Wer dann mit 35 oder später erst über die "Kinderfrage" nachdenkt, hat allerdings nicht die besten Karten. Bei Frauen ab Mitte 30 sinkt die Fruchtbarkeit rapide und die Wahrscheinlichkeit einer Unfruchtbarkeit nimmt zu. Auch die Fruchtbarkeit der Männer nimmt übrigens mit zunehmendem Alter ab, wenn auch weniger drastisch. Das bedeutet zum einen, dass "ältere Frauen" einfach länger brauchen, um schwanger zu werden, zum anderen klappt es auf normalem Wege möglicherweise gar nicht. Spätestens dann merkt man bzw. frau, wie die biologische Uhr tickt.
Späte Schwangerschaft = Risikoschwangerschaft?

Schwangere Frauen mit über 35 Jahren gelten medizinisch als Risikoschwangere; das heißt zum Beispiel, dass statistisch gesehen das Risiko von Chromosomenstörungen (Fehler der Erbinformationen) infolge eines beschädigten Erbguts erhöht ist. Die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt steigt ebenfalls mit dem Alter der Frau. Auch die Gefahr von Bluthochdruck, Diabetes und Fehlgeburten steigt bei schwangeren Frauen jenseits der 35.

"Das bedeutet aber nicht, dass Frauen um die 40 per se besonders überwacht werden müssen", so die Cara-Beraterin Ebba Kirchner-Asbrock, "eine 40-jährige Frau erhält im Rahmen der Vorsorge die gleiche Anzahl an Untersuchungen wie eine Dreißigjährige. Nur wenn Auffälligkeiten festgestellt wurden, werden der Arzt oder die Ärztin zu weiteren Untersuchungen raten. Ganz überwiegend aber erleben ältere Schwangere eine ganz normale und unkomplizierte Schwangerschaft." Wenn allerdings ein auffälliges Ergebnis diagnostiziert wird, sind Frauen bzw. Paare oft überfordert und brauchen psychologische Beratung, die Frauenärzte nicht immer leisten können. Beratungsstellen, wie Cara e.V. oder auch Pro Familia, helfen dabei, die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Untersuchungen und ihre Risiken einzuschätzen und unterstützen die Paare im Entscheidungsprozess. (Cara e.V. in Bremen ist eine staatlich anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle mit dem Schwerpunkt der Beratung zu pränataler Diagnostik, Infos unter www.cara-beratungsstelle.de; www.profamilia.de).

Und wenn es nicht klappt?
Nach verschiedenen Untersuchungen kann die Frauenärztin bzw. der Frauenarzt meistens feststellen, woran es liegt, wenn Frauen nach ein bis zwei Jahren noch immer nicht schwanger geworden sind. Organische Gründe für Fruchtbarkeitsstörungen bei der Frau können zum Beispiel die Undurchlässigkeit der Eileiter, Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut oder Myome (gutartige Tumore der Gebärmuttermuskulatur) sein. Eine häufige Ursache beim Mann ist die schlechte Qualität und die geringe Menge der Spermien. Oft handelt es sich allerdings um vorübergehende Fruchtbarkeitsstörungen, die behandelbar sind. Bei ca. 15% der unfruchtbaren Paare gibt es weder beim Mann noch bei der Frau organische Gründe für eine Unfruchtbarkeit. Wie hoch die Bedeutung von psychischen Faktoren ist, bleibt unter Fachleuten umstritten. Es gilt auf jeden Fall als erwiesen, dass Nikotin, Alkohol und Drogen, aber auch übermäßiger Kaffee- und Teekonsum sowie manche Medikamente die Fortpflanzungsfähigkeit herabsetzen. Mangelernährung, Über- oder Untergewicht wirken sich ebenfalls ungünstig aus. Wenn alle therapeutischen Maßnahmen fehlschlagen, ist die künstliche Befruchtung für viele Paare die letzte Chance auf ein Kind. Egal, welche Methode die richtige ist, die körperliche und psychische Belastung dieser Maßnahmen sollte nicht unterschätzt werden. Auch hier ist es sinnvoll, sich während der Behandlung psychologisch betreuen zu lassen. Schließlich kommen auch noch hohe Kosten auf das Paar zu: Seit 2004 übernehmen die Kassen nur noch 50% der Kosten, Frauen über 40 haben keinen Anspruch auf Kostenerstattung.

Und wenn alle Versuche erfolglos bleiben? "Der Abschied vom Kinderwunsch ist ein mühseliger und auch schmerzvoller Prozess der Trauer und des Abschiednehmens.

Es ist tröstend und hilfreich, sich eine neue Lebensaufgabe zu suchen, am besten eine wirkliche Herzensangelegenheit, in die man all seine Energie und seine Vorstellungen hineinsteckt", so die Bremer Frauenärztin Dr. Christiane König. "Und wenn es gut läuft, kann die Trauer um die nicht gelebte Mutterschaft in eine Lebensaufgabe umgewandelt werden, die neue Ziele verfolgt."

Sind späte Mütter die besseren Mütter?
Je mehr sich Paare mit dem Thema späte Schwangerschaft beschäftigen, umso unwahrscheinlicher scheint es, dass Frauen um die 40 überhaupt ein (gesundes) Kind bekommen können. Dabei verliert man gerne aus den Augen, dass heute jedes fünfte Baby eine Mutter zwischen 35 und 45 Jahren hat. Und diese Babys sind häufig echte Wunschkinder, deren Eltern nicht das Gefühl haben, etwas versäumt zu haben. Entsprechend gelassener und ausgeglichener reagieren sie und umso mehr genießen sie die Zeit mit ihren Kindern. Das alte Vorurteil, dass alte Mütter eher übervorsichtig und behütend, gar gluckenhaft sind, scheint sich nicht zu bewahrheiten. Wie sich Eltern ihren Kindern gegenüber verhalten, ist vermutlich eher typbedingt: besonders vorsichtige und ängstliche Mütter werden auch ihre Sprösslinge stärker behüten.

Selbst wenn die Mütter in die Jahre kommen: Wer nicht gerade plant, die älteste Mutter der Welt zu übertreffen, hat gute Chancen auf eine unproblematische Schwangerschaft und ein gesundes Kind.

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Kennen Sie das auch? - Glosse
Mein kinderfreundlicher Alltag

Es ist 7 Uhr morgens. Kein Wecker klingelt. Warum auch, schließlich habe ich einen zuverlässigen Weckdienst namens Lukas, bettwarm und gutgelaunt (meistens). Allerdings möchte er gefüttert werden und zwar subito, sonst wird der Alarm unerträglich. Manchmal kann ich noch ein bisschen Bettruhe herausschinden, ich verstecke mich unter der Decke, schnarche bekräftigend und hoffe, dass mein Liebster aktiv wird, aber er spielt auch "Toter Mann".

Spätestens um halb acht kommt sowieso Nr. 2 ins Spiel: Auch Lina, viereinhalb, findet, dass der Tag jetzt SOFORT beginnen sollte, sonst...
Was folgt ist jeden Tag fast gleich: Schnelles Frühstück, Katzenwäsche für alle und ausgiebige Diskussionen über die Kleiderordnung ("Warum darf ich das Prinzessinnenkleid nicht anziehen?") Dann sind wir endlich unterwegs auf dem Weg zum Kindergarten.

Mit Lukas im Tragetuch und Lina an der Hand rase ich zur Straßenbahn und schiebe uns hinein. Sofort fühle ich mich wie in der Sauna. Lukas möchte freigelassen werden und fängt an zu jammern. Die Dame erklärt mir: "Das ist ja viel zu eng, das arme Kind, wussten Sie eigentlich, dass Kinder aufgrund mangelnder Blutzirkulation sterben können?!"

Aufgrund akuten Sauerstoffmangels verlassen wir die Straßenbahn eine Station früher und gehen zu Fuß. Lina fragt, was Blutzirkulation ist. Um 8.30 sind wir im Kindergarten. Meine Große leidet nicht an Abschiedsschmerz und ist sofort verschwunden. Die Idee, den Rückweg mit ein paar Einkäufen zu verbinden, bereue ich noch Tage später. Acht Kilo Kind vor dem Bauch und gefühlte acht Kilo auf dem Rücken sind entschieden zu viel für meine Blutgefäße. Zuhause angekommen lasse ich mich aufs Sofa sinken, um sofort wieder aufzuspringen, weil mein Sohn Hydrokultursteinchen in der Wohnung verteilt.

Da der Tag noch jung ist, entscheide ich mich für einen Besuch beim Einwohnermeldeamt. Ich denke noch einmal über die Blutzirkulation meines Sohnes nach und entscheide mich für den Buggy. Diesmal ist die Straßenbahn fast leer und ich hab nur ein Kind dabei - beste Voraussetzungen eigentlich. Ein freundlicher Mittfünfziger hilft mir, den Jogger in die Straßenbahn zu hieven und lobt meinen Nachwuchs. "Nein, was für ein süßes Mädchen, wie heißt sie denn?" "Lukas!" "Oh, aber sie äh er trägt doch rot!" Schade, ich hätte dem netten Herrn gern die rosa Strumpfhosen meines Sohnes gezeigt, aber er verlässt fluchtartig die Straßenbahn.

Ein Besuch beim Amt bleibt leider erfolglos, da der nette Beamte findet, dass Lukas' Foto nicht den biometrischen Merkmalen entspricht. Er bedauert, dass er uns keinen Kinderreisepass ausstellen kann. Ich tröste mich mit einem Cappuccino in meinem Lieblingscafé und träume davon mal wieder "ganz in Ruhe" die Zeitung zu lesen, während mein kleiner Schatz den Zuckerstreuer auf den Kopf stellt. Zuhause schläft Klein-Lukas ein und ich nutze die Zeit - ganz die brave Hausfrau - mit einem Putz- und Kochmarathon, um dann ein unausgeschlafenes und hungriges Kind in den Kinderwagen zu stecken (hoch lebe die Blutzirkulation!) und meine Erstgeborene aus dem Kindergarten abzuholen. Lina hat den Nachmittag schon genau durchgeplant: Wir werden gemeinsam mit ihrer besten Freundin Marie die Eisdiele aufsuchen und anschließend zuhause ein kleines Verkleidungsfest feiern. Die Mama von Marie ist begeistert ("dann mach ich mir einen netten Nachmittag!"). Mein müder Protest verhallt im Kindergartenlärm.

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Nichts wie weg – Urlaub mit der ganzen Familie
Draußen ist es kalt und nass, die Weihnachtsvorbereitungen sind in vollem Gange, es duftet nach Lebkuchen und Glühwein. Nicht gerade die richtige Zeit, um über den nächsten Familienurlaub nachzudenken? Im Gegenteil:
Gerade jetzt ist der ideale Zeitpunkt für die Planung des nächsten Sommerurlaubs mit Kind und Kegel. Schließlich sind gute Unterkünfte vor allem in den Ferienzeiten schnell ausgebucht und „Last Minute“-Touren mit Kindern oft nicht realisierbar. Besonders Familien mit schulpflichtigen Kindern sollten rechtzeitig nach dem geeigneten Ferienziel suchen, bevor der Run auf die beliebtesten Reiseziele losgeht.

Wer sich das erste Mal so richtige Gedanken über das Thema Reisen mit Kindern macht, hat die Qual der Wahl: Da gibt es z. B. die zahlreichen Spezialangebote der Reiseveranstalter für Familien mit und ohne Kinderbetreuung, natürlich inklusive Flug und Verpflegung. Für viele Familien der optimale Urlaub mit Kindern: Mama und Papa genießen Strand und Meer oder erforschen die Umgebung und die Sprösslinge amüsieren sich mit Gleichaltrigen. Oder: die Eltern genießen ein ruhiges Abendessen zu zweit, während die Kleinen sich beim Kinderprogramm austoben. Wer nicht auf Cluburlaube steht und sich seinen Urlaub lieber individuell zusammenstellt, sollte sich ein bisschen Zeit für die Vorbereitung nehmen. Entscheidend ist, dass sich Eltern und Kinder gleichermaßen wohl fühlen, dafür müssen gar keine langen Anreisen notwendig sein. Eine schöne Unterkunft, z. B. ein Ferienhaus an Ost- oder Nordsee, ist für die meisten Kinder ein Selbstgänger, selbst bei Regenwetter haben die Kleinen viel Spaß. Die Halbinsel Butjadingen zum Beispiel – nur ca. 1 Autostunde von Bremen entfernt – ist optimal für einen Familienurlaub mit großem Spiel- und Freizeitangebot (mehr Infos unter www.butjadingen.de).

Auch der klassische Urlaub auf dem Bauernhof ist noch immer attraktiv für viele Familien. Überall in Deutschland gibt es zahlreiche Angebote und auch in anderen europäischen Ländern wird diese Art des „sanften Tourismus“ immer beliebter. Ob Agriturismo in Italien, Weinurlaub in Frankreich oder Finca-Urlaub auf den Balearen, die Kombination aus Entspannung in der Natur, frischen Produkten aus dem eigenen Anbau und zahlreichen Angeboten für die Kleinen hat für die ganze Familie einen hohen Erholungswert. Zahlreiche Infos zum Thema Urlaub auf dem Lande gibt es übrigens unter www.landtourismus.de.
Mitentscheidend für die Wahl des Urlaubsortes ist auch die Wahl des Transportmittels: Wer sich für das Auto entscheidet, sollte die Fahrt gut planen und für genug Pausen und Abwechslung sorgen. Vorteil bei der Fahrt mit dem eigenen Auto: Eltern können den Abfahrtstermin, Pausen und Fahrtdauer selbst bestimmen und nach den Bedürfnissen des Kindes ausrichten.

Oder man setzt sich lieber ganz entspannt in den Flieger – nachdem man den Stress am Flughafen hinter sich gelassen hat –, um mit dem klimatisierten Mietwagen die letzten Kilometer zum Zielort zurückzulegen. Und last but not least bietet die staufreie Anreise mit dem Zug auch einige Vorzüge für Familien. In speziellen Mutter-Kind-Abteilen haben Familien mehr Platz und die Mitreisenden fühlen sich nicht so leicht gestört. Die Kinder können sich wesentlich freier bewegen als im Auto.

Letztendlich ist die Entscheidung für ein Urlaubsziel auch eine finanzielle Frage, vor allem, wenn man seine Urlaubszeit nicht mehr frei wählen kann. Dennoch gibt es auch für Ferien in der Hochsaison günstige familienfreundliche Angebote. So haben beispielsweise einige Jugendherbergen Familien als Zielgruppe entdeckt und bieten vom Familienzimmer mit Vollpension über Freizeitprogramme bis hin zu Erlebnisbausteinen „zum Selbstgestalten“ ein umfangreiches Programm für Familien (siehe www.jugendherberge.de). Auch das Angebot der gemeinnützigen Familienferienstätten kann sich durchaus sehen lassen und bietet oft auch finanzielle Unterstützung bei der Urlaubsgestaltung an (z.B. www.katalog-familienurlaub.de)

Wofür auch immer man sich entscheidet: Wichtig ist, dass der Familienurlaub zu einem schönen, angenehmen und entspannenden „Projekt“ wird, bei dem sich alle Beteiligten wohl- bzw. erholt fühlen. Dass nicht alles reibungslos klappt und einiges schief läuft, liegt in der Natur der Sache!

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