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Lakritz
Darmstadt

Lakritz. Das Magazin für Kinder und Eltern. Mit wichtigen Themen und Tipps. Das Magazin ist seit September 1989 mit steigender Auflage am Markt (inzwischen 20.000 Ex.). Es unterscheidet sich durch Konzeption, Layout und regionalem Bezug deutlich von sonstigen Elternmagazinen. Lakritz ist im Raum in und um Darmstadt und an der Bergstraße etabliert und hat ein sehr gutes Image.
Lakritz befasst sich mit den Interessen und Bedürfnissen von Kindern bis etwa 12 Jahre (Ende Grundschule) und deren Eltern. Es beschreibt vorwiegend regionale Themen, stellt Einrichtungen und deren Ansprechpartner vor. Aber auch überregionale Themen, die für Kinder und Eltern interessant sind, z.B. Urteile, Reisen mit Kindern, Witze, Bücher, Spiele und Internetauftritte werden besprochen.
Wichtiger Bestandteil des Magazins ist der Veranstaltungskalender mit "zukünftigen" Ereignissen und Angeboten in der Region. Wesentlicher Punkt der Konzeption ist, in Lakritz keine "Nachschauen" zu veröffentlichen.
Lakritz bündelt alle Informationen, die Kinder und Eltern interessieren. Die redaktionellen Texte wollen Müttern nicht vermitteln, was sie alles tun müssen und was das Kind wann und wie alles können sollte, sondern will dazu ermuntern, auf sich selbst zu hören, dem "Bauchgefühl" zu vertrauen. Denn genormte Kinder gibt es genauwenig wie perfekte Eltern. Die meisten Eltern haben Kinder, die aus allen Normkurven fallen und Kinder, die partout nicht das machen wollen, was in den Ratgebern steht. Mütter sind berufstätig oder zu Hause, sind genervt, gestresst und überlastet. Sie und ihre Kinder sind eben ganz normal.
Motto ist : Wenn es der Mutter/den Eltern gut geht, geht es auch den Kindern gut. Und: Man kann nur so gut arbeiten, wie man für sich selbst sorgt

Ich, Gudrun Diller-Etz, bin Herausgeberin von "Lakritz", 56 Jahre, wohnhaft in Frankfurt/Main, verheiratet, Mutter eines Sohnes. Nach dem Studium arbeitete ich in Verlag und Werbeagentur. 1986 wurde unser Sohn geboren, der die ersten Jahre so krank war, dass keine Möglichkeit bestand, außer Haus zu arbeiten. Bei der Überlegung, wie ich dennoch als "Freie" weiterhin im Verlagsbereich arbeiten und meine Ausbildungen als Kaufmann, Grafikerin, Historikerin und meine Erfahrungen in Verlag, Film, Produktion und Werbeagenturen verbinden könnte, entstand die Idee zu "Lakritz". Außerdem ging es mir wie den meisten Eltern: ich musste viele Adressen und Tipps mühselig zusammensuchen, erfuhr sie oft nur zufällig, fühlte mich isoliert und informationslos. Deshalb ist ein wichtiger Konzeptionspunkt von Lakritz: keine "Nachschauen" zu veröffentlichen.
Die Arbeit an "Lakritz" verbindet persönliche und berufliche Interessen und macht nicht zuletzt auch aufgrund der vielen Kontakte richtig Spaß.

Webseite:
www.lakritz-magazin.de

 

Unser aktueller Artikel

Das UNESCO Kulturerbe Kloster Lorsch
1991 wurde Lorsch von der UNESCO auf die Liste des Kulturerbes der Menschheit gesetzt. Während der Karolingerzeit hatte das Kloster Lorsch eine wichtige Bedeutung. In den Wirren der vergangenen Jahrhunderte blieb vom Kloster die Lorscher Tor- und Könighalle nahezu unversehrt erhalten, sie ist damit der älteste vollständig erhaltene Steinbau Deutschlands der nachrömischen Zeit und vermittelt heute den Eindruck von der karolingischen Architektur. Der Bogen der Geschichte lässt sich in Lorsch also über 1200 Jahre in eine ereignisreiche Epoche am Übergang von der Spätantike zum frühen Mittelalter zurückspannen.

Die Kinder, die sich zum Kindergeburtstagfeiern an der Welterbestätte eingefunden haben, lauschen gespannt der Museumspädagogin, die über das Leben in einem mittelalterlichen Kloster erzählt: Dass im Kloster Lorsch Mönche lebten, dass das Kloster eine bedeutende Rolle für die Bücherproduktion und damit auch für die damalige Bildung hatte, dass das Kloster Lorsch riesige Besitzungen hatte und ein Ort war, den im Laufe der Zeit viele Könige besuchten, zwei Könige und eine Königin sind hier begraben.

Dass wir heute so viel über diese längst vergangene Zeit wissen, verdanken wir Büchern wie dem Lorscher Codex. Er überliefert die erste urkundliche Erwähnung Lorschs im Jahre 764, genauso wie die rasche Entwicklung des Klosters zu einem Königskloster unter Karl dem Großen. Zur Weihe der Basilika im Jahr 774 ist Karl der Große sogar persönlich in Lorsch zu Gast. Das Kloster gelangt zu großer politischer Bedeutung und entwickelt sich zu einem der führenden Orte der Wissensvermittlung und Wissensverdichtung im karolingischen Reich. Die Bibliothek des Klosters zählt zu den umfangreichsten ihrer Zeit.

Natürlich führt unser Rundgang auch zur so genannten "Königshalle" mit ihrer einzigartigen Architektur. Hier holen wir uns Ideen für das Steinmetz-Projekt, das sich das Geburtstagskind gewünscht hat. Die "Königshalle" ist eines der ältesten mittelalterlichen Baudenkmäler Europas. Viele ihrer Bauelemente verweisen auf antike und zeitgenössische Vorbilder. Im Obergeschoss sind sogar noch Reste karolingischer Wandmalereien zu sehen. Wann genau im 9. Jahrhundert und zu welchem Zweck das prunkvolle Gebäude errichtet wurde, ist bis heute ungeklärt.

Weiter geht die Führung zum Rest der einstigen Klosterkirche, wo derzeit archäologische Grabungen stattfinden. Die Kinder haben Gelegenheit, den Archäologen bei der Arbeit zuzuschauen! Einige Funde aus einer früheren Grabung gab es bereits im Museum zu sehen. Modelle zeigen dort außerdem den Arbeitsplatz eines Schreibermönchs, das bäuerliche Leben auf einer Hube und das Treiben am Zullenstein, dem einstigen Rheinhafen des Klosters. Eine CAD-Rekonstruktion des Klosters zeigt, wie man sich das einstige Kloster vorstellt.

Bevor die Geburtstagsgäste mit der eigenen Steinmetz-Arbeit beginnen, gönnen sie sich eine kleine Pause mit Picknick im Klosterpark. Hier befinden sich zwei Kräutergärten, die nach Vorbildern (Lorscher Arzneibuch und Hortulus des Walafrid Strabo) aus dem 8. und 9. Jahrhundert angelegt wurden. Aber das ist Thema für eine eigene Veranstaltung.
Claudia Götz

INFOBOX:

UNESCO-Welterbe Kloster Lorsch
Nibelungestr. 32
64653 Lorsch
Tel. 06251-51446 Verwaltung (Mo.-Fr.)
Tel. 06251-1038211 Museumsempfang (Di.-So.)
info@kloster-lorsch.de,
www.kloster-lorsch.de


MITTELALTER ERLEBEN
Damit ein Tag im Kloster Lorsch zu einem bleibenden Erlebnis wird, haben wir ein breites Angebot museumspädagogischer Projekte zur Auswahl gestellt. Themenschwerpunkte sind das Schreiben im Mittelalter (natürlich mit Gänsefeder), das Alltagsleben, Brotbacken und Kochen, die Baukunst und das Handwerk - von der Arbeit des Goldschmieds bis hin zu der des Steinmetzen.
Nach vorheriger Anmeldung können Mo.-So. nach Wahl zwei bzw. dreistündige oder auch ganztägige handlungsorientierte Programme gebucht werden, die das Erleben und Erlernen von Geschichte in handwerklicher, spielerischer und kreativer Form ermöglichen. Ob im Rahmen eines Kindergeburtstags, eines Familientags oder mit der Schulklasse, das Angebot richtet sich an alle zwischen 5 und 99 Jahren.
Termine:
22.8. 10-16.00 Uhr ganztägiges Ferienspielangebot "Schlaue Mönche, geschickte Handwerker, fleißige Bauersleute" nach Voranmeldung
10.9. 11-16.00 Uhr Kinderausgrabung zum Tag des Offenen Denkmals und Führungen zu den archäologischen Ausgrabungen

Anmeldung und Terminreservierung:
museumspädagogische Angebote: Mo.-Fr. Tel. 06251-51446
Klosterführungen: Di.-So. Tel. 06251-1038211

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