Seit 2007 gibt es die Kinderzeitung nun auch in Oldenburg. Durch die große Akzeptanz, die wir mit der Kinderzeitung in Bremen in den 10 Jahren ihres Erscheinens erworben haben, haben wir den Schritt nach "Nordwesten" gemacht und auch auf Kinderzeitungs-Ebene die Metropolregion Bremen-Oldenburg ins Leben gerufen! Wir, das sind zum einen die Eigentümer der Bremer Kinderzeitung - Ulla Hitzelberger-Otto und Christian Humm - und zum anderen der Inhaber des Oldenburger Soccerland - Ubbo Voss.
Die Kinderzeitung ist ein eigenständiges Magazin für den Oldenburger Raum, das z. Zt. 6 x im Jahr in einer Auflage von 10.000 Exemplaren erscheint.
Wichtig sind uns die Information der Familien über alle Veranstaltungen, die in der Region für Kinder und Eltern angeboten werden sowie über Themen, die alle angehen, die mit Kindern zu tun haben - ob beruflich oder privat.
Unser aktueller Artikel
Zwischen Flaschendrehen und Kino-Event
Ein Kindergeburtstag - für ein Kind ist er etwas ganz Besonderes. Die meisten erinnern sich noch lange an ihre schönsten Geburtstagsfeiern. Deshalb wollen sich viele Eltern mit Topfschlagen allein nicht mehr zufrieden geben. Wer seinem Nachwuchs etwas bieten will, organisiert sogar einen richtigen "Event".
Wie auch immer Sie die Geburtstagsparty Ihres Kindes gestalten wollen, nehmen Sie sich Zeit für die Planung. Zunächst stellt sich die Frage, wo Sie und das Geburtstagskind die Party verbringen wollen. Jetzt im Winter wird das Fest wohl eher drinnen stattfinden. Aber "drinnen" kann heißen: zu Hause oder an einem öffentlichen Ort, wie zum Beispiel einem Museum, einem Kino oder einem Sportcenter. Dabei ist es sinnvoll, das Geburtstagskind in die Vorbereitungen einzubeziehen. Immerhin ist es sein Fest, und das Kind soll sich an diesem Tag besonders wohl fühlen. Damit Freundinnen und Freunde genügend Zeit für die Terminplanung haben, sollten Einladungen etwa drei Wochen vor dem Geburtstag verschickt werden.
Flaschenpost
Für eine Einladung reicht es völlig aus, bei den potenziellen Gästen anzurufen oder den Freunden einfach in der Schule oder im Kindergarten Bescheid zu sagen. So eine mündliche Mitteilung kann aber leicht vergessen werden. Und zu einer richtigen Party gehört vielleicht doch eine schön gestaltete schriftliche Einladung, die man sogar gemeinsam mit dem Kind basteln kann. Witzig ist es, die Einladung als "geheime Botschaft" auf einen Luftballon zu schreiben. Dann ließe sie sich erst entziffern, wenn die Freunde den Ballon aufblasen.
Auch eine selbst gebastelte Schatzkarte ist eine originelle Einladung, die gut zu einer Party mit Piratenmotto passt. Der Brief wird mit Teebeuteln gefärbt und an den Rändern angeflammt. Eine andere Möglichkeit ist, die Einladung als "Flaschenpost" in eine Plastikflasche zu stecken: etwas Sand in die Flasche und den Zettel hinterher. Nicht vergessen, ihn mit einem kleinen Band zu versehen, damit er leicht herausgezogen werden kann. Solche etwas aufwändiger gestalteten Einladungen werden von den Gästen später gern als Erinnerung an den Tag aufbewahrt.
Weniger ist mehr
Beim Thema Einladung stellt sich die Frage, wie viele Gäste kommen sollen. Gerade bei kleinen Kindern empfiehlt es sich, nicht zu viele Gäste einzuladen. Eine Faustregel lautet: für jedes Lebensjahr einen Gast, eine Regel, an die man sich nicht sklavisch halten muss, die aber eine ganz gute Orientierung bietet, wenn man sein Kind nicht mit einer Großveranstaltung überfordern möchte. Deshalb ist es auch sinnvoll, Verwandte und Freunde getrennt einzuladen. Abgesehen von der Anzahl der Leute fühlen sich die kleinen Gäste eher gehemmt, wenn Omas und Opas, Tanten und Onkel des Geburtstagskindes anwesend sind. Trotzdem sollten bei kleineren Kindern zwei erwachsene Betreuungspersonen anwesend sein. Denken Sie auch an eine zeitliche Begrenzung der Veranstaltung. Natürlich liegt die Belastungsgrenze bei jedem Kind woanders. Aber für die meisten kleineren Kinder reichen zwei Stunden aus, alles Weitere wäre anstrengend und kein Vergnügen mehr.
Damit die Veranstaltung nicht aus dem Ruder läuft und für alle Beteiligten in Stress ausartet, sollte man sich vorher ein Programm überlegen. Ausgelassene Spielphasen wechseln sich am besten mit ruhigeren Momenten ab, damit die Gäste mal durchatmen können. Letzteres könnten zum Beispiel Bastel- oder Denkspiele sein.
Dekoration bringt Stimmung
Bei keiner Kindergeburtstagsparty sollte die geeignete Dekoration vergessen werden. Wer sich Arbeit ersparen möchte, kann sich das Material im Internet zum Beispiel unter www.geburtstagsfee.de bestellen. Dort finden Eltern fast alles, was zum Gelingen eines Festes beiträgt. Man kann die Dekoration aber auch selber gestalten. Zu einer guten Deko gehören Tischkarten, die den kleinen Gästen zeigen, wer an welchem Platz sitzt. Originell sind kleine Kuchen oder Plätzchen, auf denen mit Lebensmittelfarbe der Name des Kindes geschrieben steht. Eine fantasievoll bemalte Karte oder ein Luftballon mit dem Namen tun es aber auch. Für den Tisch eignet sich eine weiße Papierdecke. Sie kann von den Gästen vor dem Essen selbst gestaltet werden, beispielsweise mit Wachsmalstiften.
Außerdem gibt es viele verschiedene Dekorationsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Mottopartys. Für das Seeräuberfest eignet sich eine kleine Kiste, die man mit Schokoladentalern, bunten Ketten und "Edelsteinen" füllen kann. Stellen Sie die Kiste auf eine blaue Plastiktüte und streuen etwas Sand um sie herum, haben Sie eine dekorative kleine Schatzinsel geschaffen. Für eine Zoo-Party kann man den Tisch mit Stofftieren schmücken. Bei einer Mottoparty gehört auf die Einladung natürlich der entsprechende Hinweis mit der Bitte um Verkleidung. Zusätzlich kann man die Wahl des fantasievollsten Kostüms ankündigen. Der Gewinner bekommt dann einen kleinen Preis.
Schenken als Spiel
Um das Auspacken der Geschenke ein bisschen gemütlich und lustig zu gestalten, kann man es als Flaschendrehen organisieren. Alle Gäste sitzen im Kreis und haben ihr Geschenk vor sich liegen. Das Geburtstagskind sitzt in der Mitte und dreht eine Flasche. Derjenige, auf den die Flasche zeigt, überreicht das Geschenk. So ist das Schenken nicht einfach nur ein hektisches Aufreißen, sondern wird mit etwas Ruhe und trotzdem Spaß gestaltet.
Das Essen auf einem Kindergeburtstag sollte gesund, aber auch nicht langweilig sein. Gemüse kann man so schneiden und auf einem Tablett anrichten, dass lustige Gesichter entstehen. Stecken Sie Käseecken, Gurken- und Tomatenscheiben auf Holzspieße, dann greifen die kleinen Gäste sicher gerne zu. Trotz aller gesunden Kost dürfen die Süßigkeiten natürlich nicht fehlen: Über Schokoküsse und Kuchen freut sich auf einer Geburtstagsparty wohl fast jedes Kind.
Als Getränk eignet sich eine Früchtebowle, die schnell gemacht ist und sehr gut schmeckt. Mischen Sie einen Liter Traubensaft mit einem Liter Früchtetee und einer Flasche Mineralwasser, süßen Sie das Getränk mit Honig und geben frisches klein geschnittenes Obst hinein. Sollten die Mägen der Gäste nach den vielen Süßigkeiten überanstrengt sein, wirkt Kiwi-Bowle entlastend. Für etwa 400 ml mixt man eine geschälte Kiwi mit einem Teelöffel Apfelessig und 200 ml Apfelsaft, das Ganze mit Agavendicksaft süßen und mit Leitungswasser auffüllen. Viele weitere Ideen für Speisen, Getränke und natürlich Spiele finden sich zum Beispiel unter www.hoppsala.de
Ein stressfreier Tag
Aber wer sagt eigentlich, dass ein Geburtstag "drinnen" immer zu Hause stattfinden muss? Wer sich den Stress daheim ersparen möchte, nimmt die ganze Geburtstagsgesellschaft und geht ins Museum, ins Kino, zum Kegeln oder ins Schwimmbad. "Happy Birthday" heißt es zum Beispiel im CinemaxX Oldenburg, wenn mindestens sieben Kinder dabei sind. Das Geburtstagskind darf kostenlos ins Kino. Zum Geburtstagspaket gehört ein Wunschfilm (aus dem aktuellen Kinoprogramm), außerdem Popcorn und ein Erfrischungsgetränk für jedes Kind.
Auch im Dschungelboot Oldenburg kommen Geburtstagskinder auf ihre Kosten. Es erwartet die Gäste eine Spielelandschaft und damit viel Spaß für jede Altersgruppe. Im jeweiligen Paketpreis enthalten sind der Eintritt, ein schön dekorierter Tisch, drei warme Menüs zur Auswahl und Apfelsaftschorle, soviel die Kinder trinken möchten. Zwei Begleitpersonen haben freien Eintritt.
Das OLantis Huntebad dagegen bietet aufregenden Badespaß. Wer will, wählt das All-Inclusive-Paket, das ist ein altersgerechtes 90-minütiges Animationsprogramm. Danach dürfen die Kinder noch alleine toben. Eltern haben in dieser Zeit die Möglichkeit, sich in der Sauna zu entspannen.
Geburtstag mal anders dürfen Kinder auch im Soccerland Oldenburg erleben. Hier können Eltern einen Indoor-Fußballplatz für die kleinen Gäste mieten, die sich dann kräftig austoben können. Danach lässt sich außerdem ein leckeres Geburtstagsessen ordern - ein Nachmittag, über den die Gäste sicher gern in der Schule schwärmen.
So richtig aktiv werden und selber forschen können Kinder im Ostfriesischen Landesmuseum in Emden, das verschiedene Angebote für Kindergeburtstage bietet: Welche Geheimnisse verbirgt zum Beispiel die Moorleiche von Bernuthsfeld aus dem 8. Jahrhundert? Wie starb "Bernie" und warum wurde er nicht auf dem Friedhof begraben? Da ist Detektivarbeit gefragt! Wer will, kann sich auch in die Geschichte der Buchkunst vertiefen und selbst Papier schöpfen. Danach geht es mit einer Kreativ-Aktion weiter, bei der die Geburtstagsgäste selbst etwas künstlerisch herstellen, zum Beispiel tollen Schmuck, den sie dann mit nach Hause nehmen dürfen.
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Stimm- und Sprachtherapie bei Kindern und Jugendlichen
Nicht wenige Eltern beobachten, dass ihr Kind im Vergleich zu Gleichaltrigen einen geringeren Wortschatz hat oder bestimmte Laute gar nicht oder nicht richtig bildet bzw. falsch ausspricht. Auch wenn es sich manchmal nur um ein Bauchgefühl handelt, sollten Bedenken und Zweifel ernst genommen werden. Die Logopädin Birte Hofmann erläutert welche Therapiemöglichkeiten es für Kinder und Jugendliche mit Sprachproblemen gibt.
Kinderzeitung: Wann spricht man überhaupt von Sprachstörungen?
Birte Hoffmann: Man spricht von Sprachentwicklungsstörungen, wenn Sprachfähigkeiten wie Satzbau, Wortschatz oder Sprachverstehen gestört sind. Wenn ein Kind nicht flüssig sprechen kann, Sprachblockaden hat oder Wörter und Wortteile wiederholt, kann eine Redeflussstörung vorliegen. Besonders häufig bei Kindern sind Artikulationsstörungen. Das heißt, Kinder können Laute nicht richtig bilden bzw. in Wörtern nicht richtig verwenden.
K: Woran merkt man als Eltern, dass eine Störung vorliegt?
B. H.: Meistens wird schon in der Kindergartenzeit oder bei den kinderärztlichen Untersuchungen bemerkt, wenn ein Kind Probleme hat, bestimmte Laute zu bilden. Klassisch ist z.B. die Vertauschung der Buchstaben "k" und "t" - zum Beispiel: "Mama, wann tommst Du?". Beide Laute sind sehr ähnlich, allerdings ist das "t" leichter abzubilden. Oder es fällt auf, dass das Kind Probleme hat, das "sch" auszusprechen. Man muss allerdings dazu sagen, dass Kinder unter 4 Jahren viele Buchstaben noch gar nicht korrekt aussprechen können müssen, das "sch" ist sogar der letzte Laut, der im Deutschen gelernt wird, nämlich erst mit 5-6 Jahren. Dennoch gilt: je eher Störungen erkannt werden, umso leichter lassen sie sich therapieren.
K: Wie geht man dann weiter vor?
B. H.: In der logopädischen Praxis machen wir nach der Diagnostik Übungen mit den Kindern ohne die Eltern. Das sind spielerische Übungen, z.B. "Turnübungen" für die Zunge und die Lippen bei "KT-Vertauschung", Geräuschimitation für die bessere Aussprache des "sch". Ziel dieser Übungen ist es, dass die hier gelernten Übungen in die Spontansprache übernommen werden. Die Eltern bekommen anschließend Hausaufgaben für die Kinder mit, denn viele Übungen lassen sich gut zuhause durchführen.
K: Lassen sich solche Störungen auch vermeiden?
B. H.: Die wichtigsten Sprachvorbilder sind die Eltern. Sie sollten viel mit ihren Kindern reden, auf deutliche Aussprache achten und trotzdem ihre Kinder nicht unter Druck setzen, wenn sie etwas falsch aussprechen oder Grammatikfehler machen. Das Problem ist, dass Eltern sich daran gewöhnen, wie die Kinder sprechen. Und so fallen die Fehler möglicherweise gar nicht auf. Bei Ausländerkindern kommt hinzu, dass die Eltern nicht so gut deutsch sprechen und die Kinder die Fehler übernehmen.
Wichtig ist, dass Kinder nicht ständig verbessert werden, das nimmt ihnen die Freude am Sprechen und setzt sie unter Druck. Besser ist es, wenn die Eltern oder Erzieher das Kind indirekt korrigieren, das heißt in der Wiederholung richtig aussprechen.
K: Vielen Dank für das Gespräch!
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Familien zunehmend besorgt!
Finanzkrise, Firmenpleiten, Kurzarbeit: Die aktuelle wirtschaftliche Lage beeinflusst auch die Stimmung vieler Familien in Deutschland. Zwei Drittel der Eltern machen sich mehr Sorgen über ihre finanzielle Situation als vor einem Jahr. Das ist ein Ergebnis des "FamilienBarometers", einer Umfrage, die das forsa-Institut im Auftrag des Versicherers CosmosDirekt durchgeführt hat. Immer mehr Eltern sind außerdem beunruhigt wegen der Zukunftsaussichten ihrer Kinder.
Die Umfrage hat CosmosDirekt anlässlich seiner Deutschlandtour durchführen lassen. Der Direktversicherer, der unter anderem Berufsunfähigkeits-, Lebens- und Rentenversicherungen anbietet, ist mit seinem Tourmobil derzeit in zwölf Städten in ganz Deutschland unterwegs, um über das Thema Sicherheit und Familie zu beraten.
Auch in Delmenhorst hat das Tourmobil Station gemacht und Eltern unter anderem gefragt, für wie familienfreundlich sie ihre Region halten. Ergebnis: Die meisten fühlen sich in ihrer Stadt wohl, doch sie sehen auch Nachholbedarf: Viele wünschen sich mehr Freizeitangebote und bessere Betreuungsmöglichkeiten für Kinder. So bekam Delmenhorst in dieser Frage nur eine glatte Drei. Weitere Informationen dazu, was junge Familien heute bewegt und wie sie die Familienfreundlichkeit ihrer Region bewerten, gibt es im Internet unter www.familiencosmos.de. Interessierte können den Ergebnissen auch eigene Bewertungen hinzufügen.
Doch nicht nur Eltern sind aufgerufen mitzumachen, auch die Sicht der Kinder ist gefragt. Dazu hat CosmosDirekt einen bundesweiten Malwettbewerb gestartet. Kinder zwischen fünf und zehn Jahren dürfen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und die schönsten Seiten ihres Familienlebens zu Papier bringen. Der Wettbewerb läuft noch bis zum 3. Oktober; als Hauptgewinn winkt ein Wochenende für die ganze Familie mit Besuch des Technikmuseums in Berlin.
Die Grafik zeigt: Die Sorgen der Familien haben zugenommen.
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Unser Buchtipp des Monats: Man kann nicht alles haben!
Beim Einkaufen geht Alinda am liebsten in den Buchladen. Natürlich findet sie auch heute ein Buch, das sie unbedingt haben will. Aber Mama sagt Nein und Alinda muss ihr zum Auto folgen. In der Parkgarage passiert es: Ein Wachmann taucht auf und stellt Alinda, die das Buch einfach eingesteckt hat.
Hilfe, muss sie jetzt ins Gefängnis? Zum Glück lässt der Wachmann Gnade vor Recht ergehen. Und später, zu Hause, bastelt Alinda mit Mama ein Buch, das ganz nach ihrem Geschmack ist. – Eine originelle Bildergeschichte mit wenig Text, einfühlsamen Zeichnungen und überraschenden Wendungen. Sehr geeignet, um über Themen wie unerfüllte Wünsche und verantwortungsbewusstes Handeln zu sprechen.
Daniela Kulot, Das will ich haben!, Thienemann Verlag, ISBN 978-3-522-43621-2, 32 Seiten, 12,90 Euro, ab drei Jahre.
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Glosse: Zelten mit Kleinkind
Dank einer ansprechenden Kleinanzeige in der Lokalzeitung sind wir neuerdings im Besitz eines Familienzeltes, das - einmal aufgebaut - die Dimension einer Kleinwagengarage hat. Mit zwanzig schliefen wir in Hundehütten aus Stoff, jetzt in den Vierzigern möchten wir es etwas komfortabler, wir wollen nicht kriechen, wir wollen stehen.
Lukas und Lina sind sehr begeistert und wollen sofort zelten fahren. Eine Woche später bekommen wir unsere Chance, als meine Freundin von ihrem Lieblingszeltplatz an der Ostsee anruft und fragt, ob wir sie besuchen wollen. Klar wollen wir, also stopfe ich tags darauf diverse Campingutensilien ins Auto. Früh um 6 Uhr geht es auf die Autobahn, vielleicht entgehen wir so der Hitze. Falsch gedacht: verschwitzt und müde erreichen wir unser Ziel. Es ist heiß, es ist stickig, es ist Ferienzeit und es gibt - wie sollte es anders sein - natürlich keinen Schattenplatz. Kaum angekommen, verschwinden die Kinder sofort auf dem Spielplatz. Der Zeltaufbau ohne Heringe (vergessen) ist eine echte Herausforderung, immerhin hab ich keine "Hilfe" von den Kindern. Vom Spielen todmüde klettern Lukas und Lina abends in ihre Schlafsäcke und schlafen ein, bevor ich mir todmüde darüber Gedanken machen muss, wie ich die Gutenachtgeschichte ohne Taschenlampe vorlesen soll. Die liegt nämlich zuhause in der Küchenschublade.
Nach ein, zwei Gläschen Rotwein verabschiede auch ich mich und schlüpfe in meinen kuscheligen Schlafsack. Ich träume gerade von sprechenden Luftmatratzen, als ich Lukas rascheln höre, kurz darauf ein leises Jammern. "Bitte nicht" denke ich und versuche, das Unheil mit einem Schlaflied abzuwenden. Funktioniert nicht. Sein Jammern wird lauter, und dann kommt's: "Mama, warm Meech!". Wo zum Teufel soll ich denn jetzt warme Milch herbekommen? Ich versuche es mit Wasser. Laute Empörung: "Waaaarm Meech!!!". Die Nachbarn zur Linken rascheln in ihren Schlafsäcken und murmeln etwas von Nachtruhe, Lukas brüllt. Meine verständnisvolle Fünfjährige wacht auf, reibt sich die Augen und murmelt: "Nun mach ihm doch endlich seine Milch!" und schläft wieder ein. Kurz denke ich darüber nach, jetzt sofort abzureisen. Nein: ich schnappe mir Lukas mit Schlafsack, schütte Milch in seine Flasche und tappe Richtung Waschhaus. Geschlossen. Jetzt zum Toilettenraum. Aus dem Wasserhahn kommt tröpfelnd lauwarmes Wasser. Ich lege die Flasche unter den laufenden Wasserhahn und warte. Eine Frau geht auf Toilette und wirft uns einen merkwürdigen Blick zu. Aus den Lautsprechern (Lautsprecher? Im Klo?) plärrt "Come on Eileen". Die Milch wird nicht richtig warm. Ich schiebe Lukas trotzdem testweise die Flasche in den Mund und ... er trinkt. Als wir endlich das Zelt wieder gefunden haben und in unseren Schlafsäcken liegen, ist Lukas satt und schläft wieder ein. Es ist fünf Uhr morgens, über der mecklenburgischen Ostseeküste geht die Sonne auf. Haben die Zeltnachbarn vorhin auch schon so laut geschnarcht? Müde liege ich neben meinen Kindern und frage mich, ob Zelturlaub wirklich die richtige Urlaubsform für uns ist.
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Runter vom Sofa - Rauf auf die Wiese
An alle Stubenhocker: Die Sonne scheint! Also raus in die Natur und mal wieder richtig getobt. Eine gute Gelegenheit bieten die Familiensonntage von Kids Aktiv. Ja, richtig, Familie. Denn nicht nur Kinder sollen dazu gebracht werden gemeinsam zu spielen und sich zu bewegen, sondern auch die Erwachsenen müssen mit gutem Beispiel voran gehen.
Jeweils am ersten und dritten Sonntag im Monat bietet deshalb das Spielmobil SPIELEFANT gemeinsam mit Oldenburger Sportvereinen, jeweils von 10.30 - 12 Uhr und von 14.30 - 16 Uhr an zwei verschiedenen Standorten in Oldenburg einfache und doch spannende Bewegungsspiele für Kinder und Erwachsene an.
Termine: jeden 1. und 3. Sonntag, 10.30 - 12 Uhr, Bürgerbusch, Fußballwiese beim Kinderspielplatz
jeden 1. Sonntag, 14.30 - 16 Uhr, mit dem BTB, Sportplatz Alexanderstr. 207 neben dem Schwimmbad
jeden 3. Sonntag, 14.30 - 16 Uhr, mit dem TuS Bloherfelde, TuS Sporthalle am Brandsweg.
Mehr Infos unter www.spielefant.de
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Alternative Heilmethoden bei Kindern
Immer mehr Eltern sind auf der Suche nach einer Ergänzung oder gar einer Alternative zur Schulmedizin. Die Gründe dafür sind vielschichtig; ein wichtiger Punkt scheint der Wunsch nach individueller, ganzheitlicher Behandlung zu sein, die über das bloße Kurieren von Symptomen hinausgeht. Angesichts der Vielzahl der angebotenen Therapieformen ist es jedoch schwierig, sich im Dschungel der alternativen Heilmethoden zurechtzufinden.
Die Homöopathie wurde schon Ende des 18. Jahrhunderts als eigenständiges Heilverfahren von dem deutschen Arzt, Chemiker und Apotheker Samuel Hahnemann entwickelt. "Ähnliches mit Ähnlichem heilen" (Similia similibus curentur) heißt der Grundsatz der Homöopathie: Kranke werden mit Mitteln behandelt, die bei Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorrufen würden. So bekommt jemand, der unter starkem Husten leidet, ein stark verdünntes (potenziertes) Mittel, das die Symptome dieses Hustens verursacht hat. Homöopathische Mittel sollen wirken, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren und stärken.
Vor der Behandlung wird der behandelnde Arzt oder Heilpraktiker jedoch ein ausführliches Erstgespräch mit den Eltern und dem Kind führen, in dem die Vorgeschichte und der Verlauf der Krankheit, aber auch die Lebensumstände des Patienten erfasst werden. Und genau das ist für viele Eltern oft entscheidend für einen Wechsel zum Homöopathen bzw. Heilpraktiker, denn hier wird nicht nur eine bestimmte Krankheit behandelt, sondern der gesamte Mensch wird mit all seinen Besonderheiten wahrgenommen. Hinzu kommt, dass homöopathische Mittel keinerlei Nebenwirkungen haben und einfach zu verabreichen sind.
Über die Wirksamkeit der Homöopathie wird allerdings heftig gestritten. Noch hat keine Studie zweifelsfrei belegt, dass eine homöopathische Behandlung besser wirkt als Placebos (Scheinmedikamente). In beiden Fällen gibt es aber, teilweise verblüffende, Heilerfolge. Ob diese Wirksamkeit nun über den Placeboeffekt hinausgeht oder darauf beruht, ist für viele Eltern nicht entscheidend – wichtig ist, dass das Kind gut betreut, mit schonenden Mitteln behandelt und schnell wieder gesund wird, und das wird in jedem Fall durch eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Arzt und Patient begünstigt.
Auch die Osteopathie gilt als eine gute Ergänzung zur Schulmedizin und zwar schon bei ganz kleinen Kindern bzw. Babys. Diese Erfahrung hat auch Martin Frenze gemacht: Schon wenige Wochen nach der Geburt seines Sohnes Robin fiel ihm auf, dass der Kleine sein Köpfchen nur auf eine Seite drehen konnte. Auf Empfehlung der Hebamme suchten die Frenzes eine Osteopathin auf. Schon der erste Besuch war ein voller Erfolg: Nach einer ausführlichen Anamnese und der anschließenden Behandlung war von der Blockade, die sich scheinbar während der Geburt manifestiert hatte, nichts mehr zu merken. Die Behandlung selbst bestand "nur" darin, dass die Osteopathin Robins Köpfchen gehalten und sanft gedrückt hat. Erfahrungen wie diese sind nicht ungewöhnlich - viele Hebammen empfehlen den Besuch bei einem Osteopathen, vor allem bei anstrengenden Geburten und Stillproblemen. Mehr Infos zum Thema siehe Infokasten "Craniosakrale Therapie".
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine über 5.000 Jahre alte Heilmethode, die sowohl Diagnosetechniken als auch verschiedene Therapieformen umfasst. Grundlage der TCM bilden die Ying-Yang Theorie, das Konzept des Qi und die fünf Elemente-Lehre, die den Elementen Wasser, Feuer, Holz, Metall und Erde verschiedene Organe und Funktionen zuordnet (denen wiederum bestimmte Symptome zugeordnet sind). Ziel der TCM-Behandlung ist es, den Energiefluss ins Gleichgewicht zu bringen oder anders ausgedrückt: der Mensch ist gesund, wenn sein Qi harmonisch fließt. Dafür müssen krankheitsbedingende Faktoren, wie Kälte oder Feuchtigkeit, aus dem Körper ausgeleitet werden. Zunächst wird auch hier erst einmal eine ausführliche Anamnese durchgeführt, bevor mit der Behandlung begonnen wird; dazu gehört das Gespräch ebenso wie Puls- und Zungendiagnose.
TCM besteht aus mehreren Behandlungsverfahren, allen voran die Akupunktur. Da Kinder sich nicht besonders gern stechen lassen, kommen Akupunkturnadeln meist nur bei älteren Kindern (ab ca. 5-6 Jahren) zum Einsatz. Jüngere Kinder und sogar Säuglinge können mit der so genannten Laserakupunktur völlig schmerzlos behandelt werden. Das eingesetzte Laserlicht wird in der Regel sehr gut vertragen. Akupunktur kann sowohl als Alternative zu Medikamenten als auch unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden. So kann z.B. bei Asthma der Bedarf von Medikamenten oft auf ein Minimum reduziert werden; vor allem kann die bei Kindern sehr häufige Infektanfälligkeit durch Akupunktur vermindert werden. Dafür werden sowohl abwehrsteigernde Punkte als auch die Punkte der betroffenen Organe (Nase, Nasennebenhöhlen, Bronchien etc.) behandelt.
Eine weniger bekannte Therapieform der chinesischen Medizin ist die sogenannte Tuina-Massage. Bei dieser Form der chinesischen Heilmassage werden unterschiedliche Streich-, Klopf- und Drucktechniken angewandt, um so das gestörte Gleichgewicht von Ying und Yang wieder herzustellen. Dabei handelt es sich um eine sanfte Behandlungsform, die schnell und effektiv wirkt und besonders für Kinder geeignet ist.
Fazit: Für alle hier genannten Heilmethoden gilt: Egal, worauf die Wirkung beruht - mit entscheidend für den Erfolg ist der Glaube und das Vertrauen in eine ganzheitliche Betreuung und Heilung. Denn, wie sagt man so schön, "der Glaube versetzt Berge!". Dabei sollte man allerdings nie aus den Augen verlieren, dass bei einem großen Teil der Krankheitsfälle ärztliche Abklärung unbedingt erforderlich ist.
Bild: © winnirixi / PIXELIO'
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Mehrsprachig ist vielversprechend!
Für immer mehr Menschen in unserem Land ist Deutsch nicht die Muttersprache. Sie - oder ihre Eltern - sind beispielsweise aus Russland, der Türkei, aus Italien oder aus Spanien zugewandert. So leben in Deutschland mittlerweile mehr als 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Allen gemeinsam ist, dass sie in der Regel als erstes nicht Deutsch, sondern eine andere Sprache erlernt haben. Deutsch ist die zweite, teilweise auch erst die dritte Sprache, die sie erworben haben.
Mehrsprachigkeit ist ein Thema in allen europäischen Staaten und Mehrsprachigkeit ist eine Herausforderung - insbesondere hinsichtlich der Integration von Menschen, die Probleme haben, die deutsche Sprache zu erlernen. Doch es ist falsch, immer in erster Linie die Probleme zu betonen. Denn Mehrsprachigkeit ist vor allem eine wertvolle Ressource, ein "Schatz", den es zu bergen gilt - sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Deshalb kommt es darauf an, Eltern bei der mehrsprachigen Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen.
Mehrere Sprachen - mehrere Kulturen
Grundsätzlich gilt: Eine Sprache zu lernen braucht vor allem Zeit. Und: Die meisten Kinder, die zweisprachig aufwachsen, haben mit dem Erwerb beider Sprachen keine Schwierigkeiten. Wichtig ist, dass Kinder mit einer zweiten Sprache auch eine zweite Kultur kennen lernen. Deshalb sollten Eltern in zweisprachigen Familien unbedingt beide Sprachen benutzen, damit nicht ein wichtiger Teil der familiären Herkunft verloren geht.
Welche Sprache sollen Kinder sprechen?
Wichtig ist, dass es in zweisprachigen Familien klare Regeln für den Umgang mit den verschiedenen Sprachen gibt. Diese Regeln müssen für das Kind deutlich erkennbar sein.
Kinder haben die Möglichkeit, verschiedene Sprachen gleichzeitig oder nacheinander zu lernen. Für den Spracherwerb ist es günstig, wenn die Eltern mit den Kindern in ihrer jeweiligen Muttersprache (Erstsprache) sprechen, weil sie diese Sprache wirklich gut beherrschen und sich selbst in dieser Sprache sicher fühlen. Nur so können sie gute Sprachvorbilder sein. Dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass ihre Kinder sich die Grammatik und einen breiten Wortschatz in der jeweiligen Sprache aneignen können. So kann die aus Griechenland stammende Mutter mit ihren Kindern immer Griechisch und der in Paris geborene Vater konsequent Französisch sprechen. Beide fördern so nicht nur die sprachliche sondern die gesamte Entwicklung ihrer Kinder. Deutsch lernen die Zweijährigen dann ganz nebenbei auch noch: in der Kinderkrippe.
Die Entscheidung, in welcher Sprache welches Elternteil mit den Kindern redet, sollte so früh wie möglich fallen und dann konsequent durchgehalten werden, denn klare Sprachtrennungsregeln erleichtern den Kindern den Spracherwerb.
Grundsätzlich gilt: Die Kinder dürfen entscheiden, in welcher Sprache sie sprechen. Sie werden sich oft für die Sprache entscheiden, die sie - zu dem jeweiligen Zeitpunkt - besser beherrschen.
Wie unterstützen Eltern ihr Kind allgemein beim Spracherwerb?
Wir alle, also auch Kinder, lernen am Besten, wenn uns Lernen Spaß macht und nicht als anstrengend empfunden wird. Deshalb hilft es auch mehrsprachig aufwachsenden Kindern am meisten, wenn Eltern mit ihnen im Alltag in ganz normalen Situationen, in ganz normalen Sätzen reden und spielen (fernsehen alleine hilft nicht). Keinesfalls sollten sie mit ihren Kinder üben. Denn erst einmal ist wichtig, was die Kinder sagen, nicht so sehr, wie sie es sagen.
Wann sollten Eltern sich beraten lassen?
Auch mehrsprachig aufwachsende Kinder können von Sprachentwicklungsstörungen betroffen sein. Dies kommt, wie die Forschung zeigt, zwar seltener vor als bei einsprachigen Kindern, doch wenn eine Sprachstörung besteht, ist diese oft schwerwiegender. Sprachentwicklungsstörungen betreffen immer alle Sprachen des Kindes. Dies muss in der logopädischen Diagnostik und Therapie berücksichtigt werden.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie (dbl) www.dbl-ev.de. Hier finden Sie insbesondere einen Menupunkt für Eltern mit detaillierten Hinweisen zur kindlichen Sprachentwicklung.
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