Die Mitglieder
  

Clicclac
Braunschweig / Wolfsburg / Wolfenbüttel

Was kann ich mit meinen Kindern – vor allem am Wochenende – unternehmen? Wo ist gerade was los und was gibt es überhaupt so an Möglichkeiten?
Diese Fragen kennt jeder, der Kinder hat. Vor allem wenn man selbst nicht in der Gegend aufgewachsen ist und nicht die Muße hat, sich alle Informationen aus den Tageszeitungen, dem Internet oder sonstwoher zusammen zu suchen.
Das ging uns, als Eltern von Babies bis zu Teenagern, nicht anders und so entstand die Idee, sich selbst wie auch den anderen Eltern der Stadt in dieser Beziehung zu helfen. Da es bis dato keine derartige Publikation in der Region rund um die Löwenstadt gab, hat das >>CLICCLAC<< seit seinem Start im Juni 2004 viele Freunde gefunden und erscheint monatlich in mittlerweile sieben Städten.
Als Familienmagazin von Eltern für Eltern engagieren wir uns auch über das Magazin hinaus für die Belange der Familien und haben u.a. das "Lokale Bündnis für Familie Braunschweig" mit aus der Taufe gehoben.

Webseite:
www.clicclac.de

 

Unser aktueller Artikel

Auf Nummer sicher
Wie Sie Tücken und Fallen in der Immobilienfinanzierung vermeiden

Die Anschaffung einer eigenen Immobilie ist für viele der größte finanzielle Kraftakt ihres Lebens. Ob er gelingt, entscheidet sich oft schon zu Beginn mit der Auswahl und Gestaltung einer günstigen Finanzierung, die auf Dauer tragbar ist, keine unnötigen Risiken birgt und die gleichwohl ein hohes Maß an Flexibilität eröffnet.

Das ist jedoch leichter gesagt als getan € zu Mal die wenigsten angehenden Eigenheimbesitzer profunde Kenntnisse über die Finanzierung einer Immobilie besitzen. Viele vertrauen einfach darauf, dass ihre Bank, ihre Sparkasse oder ihr Finanzberater schon die richtigen Empfehlungen geben wird. Die Erfahrungen zeigen allerdings, dass man sich darauf nicht verlassen sollte.

Deshalb einige Tipps, die Sie unbedingt beachten sollten, um Tücken und Fallen bei der Immobilienfinanzierung zu umgehen:

€ Kaufen Sie keine Immobilie, ohne sie gemeinsam mit einem Architekten vorher besichtigt zu haben. Verborgene Mängel und aufgestaute Renovierungen können zu bösen Überraschungen führen und einen erheblichen finanziellen Mehrbedarf auslösen, Die finanzierende Bank prüft zwar grob den Wert der Immobilie, nicht aber deren konkreten Zustand.
€ Bei einem Neubau drohen Risiken insbesondere aus nicht hinreichend detaillierten Baubeschreibungen, nachteilig gestalteten Bau- oder Bauträgerverträgen oder aus Verzögerungen der Fertigstellung. Planen Sie deshalb bei der Darlehensaufnahme eine finanzielle Reserve von 10 bis 20 Prozent ein. Im Kreditvertrag sollte geregelt werden, dass seine teilweise Nichtabnahme des Darlehens keine oder nur geringe Kosten verursacht.
€ Wählen Sie eine Finanzierung, bei der die Tilgung des Kredites auf direktem Wege erfolgt und nicht über einen vorfinanzierten Bausparvertrag, eine Renten-/Kapitalversicherung oder einen Investmentfonds. Solche Kombinationsfinanzierungen sind regelmäßig teurer, als Sie erkennen können, und/ oder mit zusätzlichen Risiken verbunden.
€ Wenn sie und/oder Ihr Partner förderfähig sind, fragen Sie nach einem Angeobt zu einem €WohnRiester-Darlehen€. Prüfen Sie, ob sich dies in Ihrem Fall rechnet.
€ Ob ein bereits angesparter Bausparvertrag in die Finanzierung eingebaut werden soll, muss im Einzelfall geklärt werden. Wenn die Bausparkasse bei einem Verzicht auf das Darlehen rückwirkend eine höhere Verzinsung für das angesparte Guthaben gewährt, ist das zumeist die bessere Lösung.
€ Bei Darlehen aus einem Bausparvertrag ist der Zinssatz für die gesamte Laufzeit fest. Bei Hypothekendarlehen wird der Zinssatz demgegenüber nur für eine bestimmte Zeit (z. B. 5, 10, 15 oder 20 Jahre) festgeschrieben. Bei der späteren Anschlussfinanzierung besteht das Risiko von Zinssteigerungen. Grundsätzlich gilt deshalb: Je niedriger das Zinsniveau bei Darlehensaufnahme und je höher der Bedarf an Sicherheit, umso länger sollte die Zinsbindung gewählt werden. Aber Achtung: Das Darlehen kann erst zum Ende der Zinsbindung gekündigt werden bzw. erstmals nach Ablauf von 10 Jahren nach vollständiger Auszahlung (bei Bindungen von mehr als 10 Jahren) unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten. Bei vorzeitigem Verkauf der Immobilie vor Ablauf von 10 Jahren droht deshalb eine Schadensersatzforderung der Bank (Vorfälligkeitsentschädigung).
€ Hypothekendarlehen sind € wenn nichts anderes vereinbart ist € sehr unflexibel. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihnen die Möglichkeit zu Sondertilgungen und die Möglichkeit zur Erhöhung oder Senkung der laufenden Tilgung eingeräumt werden. Wichtig: Nicht auf mündliche Zulassung verlassen. Die Rechte müssen im Vertrag stehen.

Zu guter Letzt noch eine Empfehlung: Einige Verbraucherzentralen in Ihrer Region bieten eine unabhängige Baufinanzierungsberatung an € nutzen Sie diese Möglichkeit. Die Beratung kostet zwar Geld, die Beträge sind jedoch gering, verglichen mit den Mehrkosten, die eine nicht optimale oder gar schlechte Finanzierung verursacht.

INGEBORG FISCHER-MÜNKEL, VERBRAUCHERZENTRALE NIEDERSACHSEN E. V.


CHECKLISTE

€ Besichtigen Sie vorher die Immobilie mit einem Architekten oder Energieberater.

€ Lassen Sie den notariellen Kaufvertrag prüfen.

€ Was können Sie wirklich monatlich für eine Finanzierung aufwenden? Machen Sie eine realistische Betrachtung Ihrer Einnahmen und Ausgaben.

€ Prüfen Sie vorher, ob Förderdarlehen aus Landesmitteln oder über die KfW möglich sind.

€ Wie viel Eigenkapital können Sie einbringen, mindestens 25 % sind empfehlenswert.

€ Lassen Sie sich immer Alternativen bei der Zinsbindung und Tilgungshöhe berechnen.

€ Sichern Sie die Lebensrisiken über eine Risiko-Lebensversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung ab.

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Weitere Informationen zum Thema und rechtliche Beratung bekommen Sie in der nächsten örtlichen Beratungsstelle der Verbraucherzentrale:


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Fit für die Schule - Was macht eigentlich die Schulärztin?
"Ganz klar, du bist auf jeden Fall reif für die Schule", sagt die Schulärztin zum Abschied. Felix ist ein bisschen stolz, seine Mama auch. Beide wussten nicht so ganz genau, was sie hier erwartet. Felix hat gerade die Schuleingangsuntersuchung hinter sich gebracht. Sie ist für alle Kinder, die im kommenden Schuljahr in die Schule kommen, verpflichtend. Von Anfang November bis zu den Sommerferien des folgenden Jahres werden sie mit den Eltern zur Untersuchung in die zuständige Grundschule oder das Gesundheitsamt eingeladen. Hier geht es in erster Linie darum, körperliche, geistige und sozial-emotionale Beeinträchtigungen, die sich auf den Schulerfolg auswirken können, zu erkennen und die Eltern bei der gesunden Entwicklung ihrer Kinder zu beraten. Zusätzlich werden weitergehende Informationen zu den Themen Impfen, Ernährung, Bewegung und Medienkonsum vermittelt.
Die Einschulungsuntersuchung
Als einzige komplette Jahrgangsuntersuchung ist die Schuleingangsuntersuchung des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes ein wichtiges Instrument, um Krankheiten und Entwicklungsstörungen schon im Kindesalter zu erkennen. Denn auch Kinder, deren Eltern die freiwilligen Angebote der niedergelassenen Ärzte (U1 bis U9) nicht wahrgenommen haben, haben durch diese obligatorische Untersuchung die Chance einer medizinischen Vorsorgeuntersuchung.
Das schulärztliche Team besteht aus einer Schulärztin und einer Schularzthelferin, die pro Vormittag höchstens zehn Kinder untersuchen. Für jedes Kind stehen 30 bis 45 Minuten zur Verfügung. Damit dieser Zeitplan eingehalten werden kann, bereiten die Eltern die Schuleingangsuntersuchung vor, indem sie vorweg einen Fragebogen ausfüllen. Gefragt wird nach vorschulischer Erziehung, nach Geschwistern, Erkrankungen und Behinderungen in der Familie, Störungen der Schwangerschaft, Angaben zur Geburt, der Entwicklung des Kindes, Frühfördermaßnahmen, Erkrankungen des Kindes, stationären Krankenhausaufenthalten und allergischen Erkrankungen. Zusätzlich sollten Eltern das Vorsorgeuntersuchungsheft und den Impfpass vorlegen, in dem die bisherige Gesundheitsvorsorge dokumentiert ist.
Die Untersuchung beginnt mit einem Hör- und einem Sehtest, mit dem auch Farbsinn und räumliches Sehen geprüft werden. Dann folgt die schulärztliche Untersuchung, die vor allem die Entwicklungsdiagnostik für den Schulbesuch umfasst. In standardisierten Testverfahren werden Wahrnehmung, Sprache, Fein- und Grobmotorik sowie geistige Fähigkeiten festgehalten.
Beispielsweise werden die Kinder aufgefordert Zahlenreihen nachzusprechen, einen Menschen zu malen oder eine Bildergeschichte in ihre logische Reihenfolge zu bringen. So erhält die Schulärztin auch Informationen über Wortschatz, Satzbildung, Grammatik und Redefluss sowie Hinweise auf die Deutschkenntnisse z. B. bei Kindern mit Migrationshintergrund. Bei der motorischen Testung wird besonders auf gleichmäßige und koordinierte Bewegungsabläufe geachtet.
Während der gesamten Untersuchungssituation achtet die Ärztin sowohl auf die Bereitschaft des Kindes, gestellte Aufgaben auszuführen als auch auf seine Aufmerksamkeit, Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer. Sie beachtet dabei auch Hinweise auf die emotional-soziale Entwicklung. Darüber hinaus ist die Einschätzung der Eltern zur Situation des Kindes und seinem Entwicklungsstand ist ein wichtiger Baustein in der Gesamteinschätzung der Schulärztin.
Zur Ergänzung wird ein Fragebogen verwendet, der während der Untersuchung von den Eltern beantwortet werden kann. Er enthält 25 Fragen zum Verhalten des Kindes und kann die Grundlage für ein anschließendes Elterngespräch sein. Die Schulärztin erläutert die Untersuchungsergebnisse und gibt, wenn nötig, individuelle Empfehlungen zur weiteren ärztlichen Diagnostik und zum gegebenenfalls sinnvollen Förderbedarf. Die Beurteilung der Schulärztin wird in den wesentlichen Punkten schriftlich fixiert und mit Einverständnis der Eltern dem/r Schulleiter/in zur Verfügung gestellt. Auch die Empfehlung, einen Arzt aufzusuchen, wird den Eltern gegebenfalls schriftlich mitgegeben.
Was ein Schulkind können sollte
Gute Voraussetzungen für den Schulbesuch hat ein Kind, wenn es sich in ein Gruppe einordnen und die allgemeinen Regeln befolgen kann und in der Lage ist, sich mit anderen Kindern zu vertragen. Es sollte Ansprüche zurück stellen und Bedürfnisse anderer erkennen können.
Im sprachlichen Bereich sollte es klar, deutlich und grammatikalisch korrekt sprechen, Inhalte verstehen und altersgemäß wiedergeben können.
Motorische Voraussetzungen sind ein gutes Koordinationsvermögen und ein gewandter Umgang mit Stiften und Schere.
Farb- und Formkenntnis, sowie die Fähigkeit bis 10 zu zählen sollten vorhanden sein.
Ein angehendes Schulkind sollte sich mindestens 10 Minuten auf eine Sache konzentrieren können und die Fähigkeit haben, Beziehungen herzustellen und Zusammenhänge zu erfassen. Wichtig ist auch eine Lernneugier.
Dr. Claudia Jahnke

Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst: v.l.n.r. die Stadtärztinnen von Braunschweig Dr. Claudia Jahnke, Dr. Annette Grothues, Martine Runge-Rustenbeck, Dr. Beate-Maria Meinecke, Dr. Barbara-Susanne Ostapowicz-Wilden.

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