Die Mitglieder
  

Lausebande
Cottbus

Wir, das Team der "lausebande", haben es uns zur Aufgabe gemacht, die regionalen Interessen der Lausitzer Familien und Eltern zu bedienen. Alles was für Familien wichtig ist und zählt, findet man in unserem Magazin. Neben dem besten Veranstaltungskalender gibt es hier Neuigkeiten, Tipps & Tricks sowie jede Menge Ratgeber. Unsere Titelthemen sind sehr gut recherchiert und ausführlich. Das "lausebande-Team" besteht aus vier Mitgliedern, die insgesamt sieben Kinder haben und somit gerade deshalb wissen, worauf es ankommt und was Eltern interessiert. Außerdem sind wir immer auf der Suche nach neuen und spannenden Themen. Desweiteren haben wir über Soziale Netzwerke einen hervorragenden Kontakt zu unseren Lesern und beziehen Familien in unserem Magazin mit ein, z. B., in dem wir ihnen einen erlebnisreichen Tag schenken und sie uns dafür einen tollen Erfahrungsbericht liefern. Wöchentliche Gewinnspiele und Terminhighlights findet man auf unserer facebook-Seite - www.facebook.com/lausebande -, bei denen garantiert immer etwas gegen Langeweile dabei ist. Selbst unsere Cover-Kinder sind alle waschechte Lausitzer.
Gekrönt wird das Ganze mit unserer Internetseite
www.lausebande.de. Dort findet man alle Inhalte aus dem Magazin noch einmal genau zum Nachlesen, sowie die Magazine selbst in einem Online Archiv zum Downloaden und Schmökern. Auch hier spornen wir unsere Leser zum Mitmachen an, indem sie beispielsweise die einzelnen Artikel kommentieren und uns so ihre Meinung sagen können. Das Herzstück dieser Seite ist aber die Rubrik "lauseplätze", die von uns ständig erweitert wird. Hier findet man nützliche Adressen und ausführliche Informationen für Freizeitaktivitäten mit der gesamten Familie. Derzeit erarbeiten wir eine umfangreiche Übersicht von allen Spielplätzen für die gesamte Lausitz und auch hier nehmen wir die Hilfe unserer Leser gerne in Anspruch.
Sehr viel ist schon passiert in unserer "lausebande", aber das ist noch längst nicht alles. Also immer mal reinschauen und nichts verpassen.
Euer lausebande - Team

Webseite:
www.lausebande.de

 

Unser aktueller Artikel

Auf acht Pfötchen
Alles rund um Kinder und das Haustier

Immer mehr "Familienmitglieder" haben Fell, Federn oder Schuppen. Der Trend zum Haustier zeigt nach oben. Über 20 Millionen, Katzen, Hunde, Meerschweinchen, Wellensittiche und Co. tummeln sich in deutschen Wohnungen, auf Balkonen, in Kellern und in Gärten. Vor der Anschaffung eines Haustiers sollten sich Familien gründlich informieren, damit das neue "Familienmitglied" nicht ins Tierheim abgeschoben werden muss. Ist die Sache gut überlegt, so bringt ein Haustier viel Freude. Sie haben einen positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern und auch auf das Familienleben.

Haustiere fördern die Entwicklung
Kinder profitieren in mehrfacher Hinsicht von der engen Bindung an ein Haustier: Verantwortungsbewusstsein, Kommunikationsfähigkeiten, Rücksichtnahme und soziale Kompetenzen werden auf spielerische Art entwickelt und gefördert. So mancher Computerhocker wird durch das Gassi gehen oder Herumtollen mit seinem Hund zu einem wahren Naturliebhaber. Zudem sind besonders für Stadtkinder Haustiere häufig der einzige Bezug zur Tierwelt. Kinder lernen schnell auf die Bedürfnisse der Tiere einzugehen und erweiterten so ihre soziale Kompetenz, die auch im menschlichen Zusammenleben letztendlich positiv zum Tragen kommt. In der frühen Lebensphase des Kindes dient das Tier als Mittler und Brücke zwischen dem Kleinkind und seiner Umwelt. Mit Hilfe des Tieres überwindet es Trennungsängste, wenn die Eltern es zeitweilig allein lassen. Beim Kind im Grundschulalter wirkt das Tier ausgleichend und stabilisierend auf die neuen Herausforderungen, die mit den Leistungserwartungen durch die Schule verbunden sind. Insbesondere schüchterne Kinder finden dank Tieren raschen Zugang zu ihrem Umfeld. Während der Pubertät helfen Tiere im Ablösungsprozess von den Eltern beziehungsweise bei der Zuwendung zu den Gleichaltrigen.

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Zwei Engel für Charlie
Schreibschrift oder Grundschrift - wer gewinnt?

In der Schule lernen wir für unser Leben. In diesem beliebten Satz von Lehrern steckt viel Wahrheit. Doch manchmal ist später einiges ganz anders als in unzähligen Unterrichtsstunden und Hausaufgaben gelernt. Vielen Eltern ist zum Beispiel die neue deutsche Rechtschreibung noch immer nicht ganz geheuer. Auch wenn sie in die Schreibhefte ihrer Schulkinder schauen, scheint einiges irgendwie ungewohnt. Wo früher Schnörkel und Häkchen fast liebevoll die Buchstaben verbanden, stehen heute immer öfter A, B, C und Co. getrennt nebeneinander. Die neue Grundschrift macht sich auf den Weg, die altbekannte Schreibschrift an deutschen Grundschulen abzulösen. Während sich einige Lehrer darüber freuen, beschwören Kritiker den Untergang unserer Schriftkultur herauf. Doch was ist dran an der neuen Grundschrift, ist sie Segen oder Fluch?

Von den Druckbuchstaben zur persönlichen Handschrift
Um es gleich vorweg zu nehmen, eine definitive Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Es ist vielmehr hilfreich, erst einmal die Ausgangslage an unseren Grundschulen zu beleuchten. Nach wie vor bleibt die Druckschrift die erste Schrift, die von den Kindern erlernt wird. Im Anschluss daran soll - wie auch bisher - eine gut lesbare, verbundene Schrift eingeübt werden. Im Schreibunterricht sollen sie dann ihre persönliche Handschrift entwickeln. Das ist alles andere als ein Kinderspiel, schließlich sehen die geschriebenen Buchstaben anders aus als die Druckbuchstaben. Um die Sache noch zu erschweren, gibt es mit der neuen Grundschrift vier unterschiedliche Schreibschriften. Egal welche Schreibschrift an der jeweiligen Grundschule unterrichtet wird, wichtig ist, dass die Handschrift flüssig geschrieben wird und gut lesbar ist. Schauen wir uns die vier Schreibschriften näher an.

Die Lateinische Ausgangsschrift
In der Bundesrepublik Deutschland wurde die Lateinische Ausgangsschrift in den 1950er Jahren eingeführt. Es ist eine sehr geschnörkelte Schrift und daher für manche Kinder anfangs kaum zu bewältigen. Ziel dieser Schreibschrift ist, dass möglichst alle Wörter in einem Zug geschrieben werden. So sollen die Kinder ohne Schreibdruck und Verkrampfungen schreiben. Die Lateinische Ausgangsschrift sieht keine "Haltestellen" zur Entspannung der Schreibhand vor. Deshalb sollten die Kinder dabei unterstützt werden, bewusst individuell günstige Punkte zum Anhalten zwischen den Buchstaben zu finden.

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Zwei + Eins = Viele
Alles rund um das Thema Patchworkfamilie

Gerade an den Weihnachtsfeiertagen wird aus dem Fest der Liebe schnell Dauerstress. Wenn Mama die Ente im Ofen verbrennen lässt oder Papa die krüpplige Tanne im Wohnzimmer aufstellt, dann übertönen das Geschrei und Gezeter die besinnlichen Weihnachtsklänge. Aber manche Familien stehen genau dann vor weit größeren Herausforderungen. Es geht um fundamentale Fragen wie: Wer feiert mit wem und welchen Kindern in wessen Wohnung mit welcher Oma und wessen Opa? Das sind nur einige der vielen Fragen von Patchworkfamilien, bei denen Zwei plus Eins nicht Drei ergibt.

Was sind Patchworkfamilien?
Neue Begriffe beschreiben oft Sachen, die wir schon lange kennen. Sie klingen vielleicht moderner, meinen aber im Kern oft dasselbe. So ist eine Patchworkfamilie nichts anderes als eine Stieffamilie. Es sind oft Familien im zweiten Anlauf und werden daher auch gern als Zweitfamilienfamilien bezeichnet. Wenn eine Familie aufgrund einer Trennung oder eines Todesfalls zerbricht und die alten Partner neue Lieben finden, dann erwächst nicht selten der Wunsch nach einer neuen Familie. Dieser Wunsch ist umso stärker, wenn bereits Kinder im Spiel sind. Bringt ein Partner Kinder aus einer früheren Beziehung mit in die neue Familie, so wird eine Patchworkfamilie "geboren".

"Eine Patchworkfamilie ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen mit viel Halligalli."
Tino Korwitz

Bis dass der Tod uns scheidet
Familien, die einem Flickenteppich gleich zusammengesetzt sind, gab es schon früher. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich aber der Grund für eine neue Familienbildung gewandelt. War es früher der Tod eines Elternteils, so ist es heutzutage die steigende Scheidungsrate. In Deutschland zerbricht mittlerweile fast jede zweite Ehe aus den unterschiedlichsten Gründen. Zudem leben immer mehr Eltern in alternativen Lebensformen zusammen. In der Vielfalt des wahren Lebens werden Familien immer wieder neu zusammengewürfelt. Fast jede siebte Familie in Deutschland entspricht heute nicht mehr der klassischen Vorstellung von Mama, Papa und den leiblichen Kindern. Für rund 1,5 Millionen Kinder ist das längst Alltag. Patchworkfamilien werden immer mehr zur Normalität. Dabei gibt es aber nicht die eine Patchwork-Familie.

Kleines Begriffslexikon
Der Begriff Patchworkfamilie kam in den 1990er Jahren zunächst in den USA auf und schwappte dann auch nach Deutschland über. Die Bezeichnung rührt her von der Patchwork-Arbeit, die eine bestimmte Form der Textilverarbeitung bezeichnet. Hierbei werden verschiedene Stoffe und Flicken miteinander verbunden. Weil die Patchwork-Familie einen bunten Mix an Personen beinhaltet, trifft die Bezeichnung sehr gut zu.

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Was ist los im Himmel?
Kinder, Trauer & Tod - ein Leitfaden für Eltern

Wie man Kindern den Tod erklärt
Wie schön ist doch die heile Welt der Märchen. Schneewittchen beißt in den vergifteten Apfel und wird vom Prinzen wieder wach geküsst. Auch Rotkäppchen und die Großmutter werden vom Jäger aus dem Bauch des bösen Wolfes befreit. In Märchen wird zwar oft gestorben, der Tod mit seiner Endgültigkeit aber einfach ausgeblendet. Dabei können wir Kinder und Jugendliche in der wahren Welt nicht vor diesen schmerzlichen Erfahrungen bewahren. Doch wie können Erwachsene Kindern den Tod erklären und wie hilft man ihnen, den Tod eines Angehörigen oder Freundes zu verarbeiten? Darauf gibt es leider keine einfachen Antworten. Doch Kinder sind von Natur aus neugierig. Wenn man ihnen den Tod einfühlsam und kindgerecht erklärt, dann können auch sie den Tod verstehen und auf ihre Art und Weise verarbeiten.

Dafür bist du nicht zu klein
Für Erwachsene ist es oft ein Tabu, mit Kindern über den Tod zu sprechen. Wir wollen unsere Kinder vor den schrecklichen Dingen des Lebens bewahren. Kinder hören auf ihre Fragen dann Sätze wie: "Dafür bist du noch zu klein" oder "Das erkläre ich dir, wenn du groß bist". Es ist jedoch ein weit verbreiteter Irrtum, dass Kinder den Tod nicht verstehen können. Sie haben ihrem Alter entsprechende Vorstellungen von dem Tod und zeigen entsprechende Verhaltensweisen. Fragen nach Tod und Trauer sind für Kinder normal und ein Zeichen für Reife. Vielen Eltern fällt es aber leichter, mit ihren Kindern über Sexualität zu sprechen. Wenn Kinder anfangen, Fragen über den Tod zu stellen, dann sollten Erwachsene ehrliche Antworten geben. Kinder wollen alles wissen Kinder beginnen mit ihrer Geburt, ihre Umwelt zu entdecken. Dabei lernen sie auch Dinge kennen, die zu Ende gehen. Kinder sind davon fasziniert. Ob zu Hause, auf dem Spielplatz, im Wald oder auf der Wiese - überall gibt es dafür Beispiele. Ihnen macht es großen Spaß, mit voller Kraft in eine Pusteblume zu pusten. Das sieht lustig aus. Doch nach kurzer Zeit ist das Schauspiel vorbei. Egal wie oft sie dann noch in die Blume pusten, es passiert nichts Spannendes mehr. Auch die bunten Blätter, die im Herbst von den Bäumen fallen, sehen schön aus. Im Frühjahr bekommen die Bäume ihre Blätter wieder, aber für Kinder sehen sie jetzt irgendwie merkwürdig aus. Ein Streichholz wird schnell wieder ausgepustet, damit es nicht verbrennt. Einen losgelassenen Luftballon wird man vielleicht nicht mehr finden, ein überfahrener Hase auf der Straße wird nie mehr hüpfen. Kinder wollen wissen, warum das so ist und fragen dann unbewusst nach dem Zusammenhang von Leben und Tod. Wenn Eltern diese alltäglichen Situationen bewusst wahrnehmen und sich behutsam in das Kind hinein fühlen, dann bauen sie erste Brücken im Verständnis der Kinder über Verlust und Tod.

Auch Haustiere müssen sterben
Erste Berührungen mit dem Tod haben Kinder oftmals mit ihren geliebten Haustieren. Kinder bauen eine tiefe Beziehung zu ihren Haustieren auf. Für sie sind die Haustiere auch ein Teil der Familie. Aber es kommt der Tag, da will Wellensittich Hansi oder Kater Mohrle einfach nicht wieder aufwachen. Umso schwieriger ist es für Eltern, dem Kind den Tod eines Haustieres zu erklären. Mancher Papa sagt dann lieber, dass er Hamster Willi im Wald ausgesetzt hat, damit er dort mit seinen Hamsterfreunden spielen kann. Bei Kindern unter drei Jahren mag dieser Weg vielleicht sogar der richtige sein. Bei älteren Kindern ist es wichtig, ehrlich zu sein. Viele Kinder empfinden Wut und hassen das Haustier dafür, dass es nicht mehr spielen will. Nicht selten denken Kinder, dass sie verantwortlich für den Tod sind. Vielleicht haben sie in letzter Zeit nicht mehr so oft miteinander gespielt oder zu wenig gefüttert und haben daher ein schlechtes Gewissen. Daher ist es wichtig, sich ausreichend Zeit für die Gefühle der Kinder zu nehmen. Eltern sollten dann in vertrauter Atmosphäre und mit ruhiger Stimme mit ihren Kindern reden. Körperkontakt hilft dabei, Ängste zu nehmen. Mit einfachen und ehrlichen Antworten verhindern Eltern ungewollte Verwirrungen bei ihren Sprösslingen. Das Haustier ist nicht einfach so eingeschlafen. Kinder könnten sonst Angst vor dem Einschlafen bekommen. Das Haustier ist tot und wird nicht wiederkommen - das müssen Eltern ohne Umschweife sagen und gleichzeitig dem Kind Gelegenheiten zum Abschiednehmen geben. Ein kleiner Blumenstrauß oder eine angezündete Kerze am Grab des Haustieres können sehr nützlich sein. Muss der Hund eingeschläfert werden, so sollte das Kind die Möglichkeit haben, das Tier ein letztes Mal zu streicheln. Es ist auch nicht ratsam, das tote durch ein neues Haustier zu ersetzen. Das wird später im Leben nicht mehr so einfach funktionieren. Kinder brauchen Zeit, ihre Trauer zu verarbeiten. Der Opa ist ganz doll krank Auch wenn es schwer fällt: Es ist nicht ratsam, dem Kind vorzuenthalten, wenn ein Angehöriger schwer erkrankt ist. Auch dabei gilt, dass das Kind nicht über jedes Detail informiert werden muss. Doch im Kern muss das Kind wissen: Der Opa oder die Oma wird sterben. Nicht heute, aber es wird geschehen. Dabei ist es nicht hilfreich, dem Kind falsche Hoffnungen zu machen. Sollte sich der Tod abzeichnen, so ist Ehrlichkeit der beste Weg. Wenn jemand so schwer krank ist, dass er sterben wird, dann kann sich auch das Kind auf die Situation einstellen. So kann man das Kind bei längerer Krankheit mit ins Krankenhaus nehmen. In den meisten Fällen werden die Kinder bemerken, dass mit dem oder der Kranken etwas nicht stimmt. Vielleicht fallen die Haare aus oder das Gesicht ist schmal und blass. Das Kind wird wissen wollen, warum das so ist. Hier können die Kinder behutsam auf das Ableben vorbereitet werden.

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Alles PISA oder was?
Seit dem sogenannten PISA-Schock aus dem Jahr 2000 hört das Nachdenken und Diskutieren über unser Bildungssystem nicht auf. Inzwischen scheint es ein Heer an Unzufriedenen zu geben: Eltern auf der einen Seite, Lehrer auf der anderen Seite, Schüler mittendrin. Und drumherum eine Politik, die experimentiert, aber entweder keine nachhaltigen Lösungen aufbietet oder diese eben schlecht vermittelt. Was ist los mit unserem Bildungssystem - und ist es wirklich so schlecht wie sein Ruf?

In dieser und der kommenden Ausgabe wollen wir uns diesem Thema ausführlich widmen. Zuerst betrachten wir unser Schulsystem und die Folgen der Diskussion rund um PISA etwas globaler - in unserer Oktober-Ausgabe stellen wir dann beispielhafte und innovative Schulen mit ihren Konzepten vor und zeigen Eltern Möglichkeiten auf, gute Schule aktiv mitzugestalten bzw. sich gegen schlechte Schule erfolgreich zu wehren. Zudem wollen wir dann Eltern-Fragen beantworten - machen Sie mit!

Unser Bildungssystem
Das deutsche Bildungssystem und das Bildungssystem unseres Landes Brandenburg zu beschreiben, ist ein ziemlich kompliziertes Unterfangen. Das hat seinen Grund vor allem im Föderalismus, also der Eigenständigkeit der 16 Bundesländer unter dem Dach der Bundesrepublik. Im Ergebnis dieser Organisationsform haben wir in Deutschland heute 16 teils sehr unterschiedliche Bildungssysteme. So geht in den meisten Bundesländern die Grundschule bis zur vierten, in manchen bis zur sechsten Klassenstufe, in einem Bundesland gibt es Haupt- und Realschulen, im anderen Oberschulen. Zusammen mit den berufsbildenden Schulen gibt es in Deutschland insgesamt über 60 verschiedene Schulformen, eine kaum überschaubare Vielfalt.

In Brandenburg wurde das Bildungssystem wie in allen Neuen Bundesländern nach der Wende an westlichen Vorbildern orientiert. Seitdem hat es immer wieder Veränderungen gegeben, insgesamt blickt unser Land auf ca. 25 Novellierungen (Veränderungen) im Schulgesetz zurück. Vor der Wende herrschte in Brandenburg wie im gesamten Osten das einfach gegliederte DDR-Model der 10-klassigen POS und anschließend der zweijährigen Erweiterten Oberschule, parallel gab es als eher seltene Variante noch die Berufsausbildung mit Abitur bis zum 13. Schuljahr. Nach der Wende wurden Real- und Gesamtschulen eingeführt, über verschiedene Veränderungen sind wir in Brandenburg heute bei einem vergleichsweise übersichtlich gegliederten Schulsystem angelangt: (Abbildung siehe Seite 26)
Das Brandenburger Schulsystem entspricht in seiner Gliederung bereits vielen Erfordernissen, die Bildungsexperten sich für andere Bundesländer wünschen. Insbesondere die vergleichsweise "lange" Grundschule und das gemeinsame Lernen bis zur sechsten Jahrgangsstufe sowie die zahlreich vorhandenen flexiblen Eingangsstufen über eine gemischte Klasse 1/2 entsprechen aktuellen Forderungen vieler Bildungsexperten an das Bildungssystem. Andererseits wird aber auch in Brandenburg das längere Lernen in der Grundschule inzwischen durch viele sogenannte "Leistungs- und Begabungsklassen" (LuBK) aufgeweicht, die bereits mit der 5. Klassenstufe den Übergang zum Gymnasium ermöglichen. Inzwischen gibt es landesweit 35 Klassen dieser Art.

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Süßigkeiten wie vom Fließband, langes Aufbleiben, den ganzen Tag im Schlafanzug Fernsehen und es gibt jeden Tag Spaghetti. Wie hört sich das an? Richtig, wie ein Wochenende bei Oma und Opa. Großeltern sind die Besten. Zumindest für die Kleinen. Für Eltern sind sie oftmals Fluch und Segen und das nicht selten gleichzeitig. Dabei lässt sich eine paradoxe Entwicklung erkennen: Als Kind war man selbst begeistert von den Tagen bei Oma und Opa, sobald man selber Kinder hat, möchte man den Süßigkeitenhahn am liebsten komplett zu drehen. Großeltern haben eine Sonderrolle inne - für die Großen und vor allem für die Kleinen.
Und das ist auch gut so.

Sonderrolle: Großeltern
Wenn Sie sich eine Minute Zeit nehmen und an Ihre eigene Kindheit zurückdenken, wäre es schön, wenn Sie zu den über neunzig Prozent der erwachsenen Deutschen gehören, die nur Positives mit ihren Großeltern verbinden. Diese Zahl hat die Psychologin Dr. Sabine Hoier innerhalb einer Studie mit circa 1.800 Erwachsenen herausgefunden. Diese, im doppelten Sinne, positive Zahl kommt nicht von ungefähr, sind Großeltern für die Mehrzahl der Kinder die wichtigsten Bezugspersonen, gleich nach den Eltern. Oma und Opa helfen immer aus, wenn Eltern mal eine Auszeit brauchen, länger Arbeiten müssen, allein erziehend sind, und, und, und. Oma und Opa sind immer da, wenn auch nur für einen begrenzten Zeitraum - nachmittags nach der Schule, in den Ferien oder am Wochenende. Und eben diese zeitliche Begrenzung trägt entscheidend dazu bei, dass die Verbindung zwischen den Enkeln und den Großeltern so besonders und so eng ist. In diesem beschränkten Zeitfenster gilt die ungeteilte Aufmerksamkeit den lieben Enkeln. Sind Mutti und Vati noch von der Arbeit gestresst, müssen den Haushalt schmeißen oder brauchen einfach mal fünf Minuten für sich, gibt es bei Oma und Opa keine Arbeit, keinen Haushalt, keine Zeit für sich - alles dreht sich um das Kind. Dabei ist es fast gleichgültig, was das Kind sich wünscht. Die Wünsche werden von den großen, strahlenden Kinderaugen abgelesen. Auch wenn den Großeltern die Nudeln schon zu den Ohren heraushängen, gibt es zum dritten Mal an diesem Tag Spaghetti mit Tomatensauce, gefolgt von einer Packung Gummibärchen.
Da wird zum x-ten Mal die gleiche Geschichte erzählt. Dort muss auch nicht im Bett geschlafen werden, schon gar nicht zur eigentlichen Schlafenszeit. Da wird in Kuschelhöhlen genächtigt, kurz bevor die Augen zu fallen. Bei Oma und Opa scheint es auch so, als ob man keine Fehler machen könne. Mit einer Engelsgeduld bringen die beiden einem alles bei. Schuhe zu binden, lesen lernen, auf Bäume klettern, Fahrrad fahren, angeln. Großeltern helfen ihren Enkelkindern bei all diesen Sachen.
Das prägt, bleibt in Erinnerung und hat diese positive Bindung zur Folge. Kinder fühlen sich durch diese Aufmerksamkeit wertgeschätzt, sie fühlen sich sicher und geborgen, sie fühlen sich wichtig. Dabei handelt es sich um Erfahrungen, die wichtig für die Entwicklung eines Kindes und seiner Persönlichkeit sind. Dadurch kann aus einem kleinen Abenteurer, der mit Opa Angeln fährt, eine selbstbewusste erwachsene Person werden. Großeltern bilden außerdem eine Rückfallebene. Wenn es mit den Eltern nicht so läuft, weil es nur ein Gummibärchen statt der ganzen Tüte gab und danach auch noch Zähne geputzt werden mussten, sind die Großeltern Tröster, Verbündete, Ansprechpartner.
Und wer kennt das nicht? Die guten, alten Geschichten von früher? Die meisten erinnern sich noch sehr lebhaft daran und konnten und können nicht genug davon bekommen. Abgesehen vom Unterhaltungswert haben diese Anekdoten mehrere Funktionen: Sie vermitteln die Familiengeschichte, sie halten die Vergangenheit lebendig, sie sorgen dafür, die eigenen Eltern und Großeltern besser kennenzulernen, sie schweißen zusammen.

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Alles über Tanzen für Mädchen und Jungen
Kinder wollen sich bewegen und das sollen sie auch. In dem sie überall herumkrabbeln und später laufen, erfahren sie Unmengen über sich und ihr Umfeld. Sie lernen die Welt kennen, in der sie leben. Um diesem Bewegungsdrang Rechnung zu tragen, gibt es vielfältige Möglichkeiten. Eine davon ist der Tanz. Tanzen fördert das eigene Körpergefühl und verschafft somit eine andere, eine selbstbewusstere Art der Bewegung - auf dem Parkett und im alltäglichen Leben. Wer selbstbewusst durchs Leben tanzt und geht, der hat automatisch eine ganz andere Ausstrahlung auf andere Menschen, kann offener in Situationen gehen. Das sind nur wenige positive Nebeneffekte des Tanzes und des Tanzsports. Verschiedene entwicklungs- und neuropsychologische Ursachen und Zusammenhänge sorgen dafür, dass sich Tanz als intensive Art der Bewegung derartig auswirken kann.

Tanzen entwickelt das Gehirn
Kinder können sich tänzerisch eigene Räume schaffen. Sie können sich selbst erleben, körperlich ausdrücken und Empfindungen verarbeiten. Das ist kein Geheimnis, dass sich einzig und allein der Tanz zuschreiben kann - dabei handelt es sich um eine Eigenschaft, die vielen Sportarten und auch der Kunst inne wohnt, sei es Malerei, Poesie oder Ähnliches.
Vielleicht haben Sie und Ihr Partner (Ihre Partnerin) schon einmal gemeinsam einen Tanzkurs in Sachen Gesellschaftstanz besucht. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Sie dabei festgestellt hätten, dass die Damen immer mitführen möchten und die Herren sich irgendwann heillos überfordert zeigen. Das sollte Sie nicht abschrecken, nicht umsonst sagen viele Tanzlehrer gerne, dass die Damen einfach die Augen schließen und nichts weiter machen sollen, als sich führen lassen. Der Herr dagegen hat alle Hände voll zu tun: Tanzhaltung aufrecht erhalten (ordentliches Muskeltraining), Schritte merken (ordentliches Gehirntraining) und die Frau in den Armen auch noch führen (ordentliches Kommunikationstraining). Das sind nur ein paar Fallstricke. Sie sehen, wie schwer das Tanzen Erwachsenen fallen kann. Doch wie heißt es so schön: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr." Und da ist in diesem Falle viel Wahres dran. Zumal es beim Tanzen viel zu lernen gibt.
Wenn Sie sich als Eltern diesen facettenreichen Anspruch vorstellen, können Sie erahnen, dass die tänzerische Bewegung einige Anforderungen an das Gehirn stellt.
Das mit dem Tanzen enorme geistige Leistungen verbunden sind, bemerkte nicht zuletzt der amerikanische Gehirnforscher Steven Brown. Er überprüfte, welche Regionen im Gehirn aktiv werden, wenn der Körper tanzt. Dazu legte er Probanden in einen Kernspintomographen. Heraus kam, dass erwartungsgemäß die motorischen Regionen im menschlichen Gehirn aktiviert wurden. Darüber hinaus wurde eine starke Aktivität im Precuneus festgestellt. Dabei handelt es sich um den Bereich im Gehirn, der für die Orientierung und den Raumsinn eines Menschen wichtig ist. Ein Ergebnis dieser Studie war, dass Tänzer ein deutlich besseres Vermögen als Nicht-Tänzer besitzen, sich durch den Raum zu bewegen. Das wurde auch in weiteren Studien festgestellt. Elizabeth Spelke von der Harvard University setzt sogar noch einen oben drauf: Tanzende Kinder verfügen nach ihrer Studie über ein besseres räumliches Denken als ihre nicht-tanzenden Altersgenossen. Das macht sich auch in der Schule bemerkbar, zumindest in Geometrie. Kinder, die schon lange tanzen, haben auf diesem Gebiet weit bessere Noten. Der besonders positive Nebeneffekt bei tanzenden Kindern (und Erwachsenen) scheint zu sein, dass der Precuneus sehr eng mit anderen Hirnregionen zusammenarbeitet. Das wären zum Beispiel: Gedächtnis und Lernen sowie Emotionen und Sprachen. Küchenpsychologisch gesprochen kann also davon ausgegangen werden, dass tanzende Kinder besser lernen, kommunizieren, sich bewegen, geometrische Zusammenhänge begreifen und noch weitere Vorteile genießen.

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Hase oder Möhre?
Ob Vegetarier, Veganer, Röhköstler oder "Fleischfresser", jeder kann seine eigene Entscheidung treffen. Für Erwachsene ist das auch unproblematisch - doch was ist zu beachten, wenn Eltern in diesem Zusammenhang für ihre Kinder entscheiden? Dieses Thema bietet mit besonderem Blick auf die vegetarische Ernährung, die von immer mehr Menschen gewählt wird, wichtige Hinweise und Handlungsempfehlungen:

Wer is(s)t was?
Ob aus ethischen, moralischen, religiösen oder ökologische
Gründen, die Motive für eine bestimmte Ernährungsform sind sehr unterschiedlich, insbesondere bei einer vegetarischen Ernährung. So möchte ein ethisch argumentierender Vegetarier nicht, dass Tiere für den Verzehr getötet werden. Ebenso kann abseits des eigentlichen Verzehrs eine tierrechtliche Überlegung eine Entscheidung beeinflussen. Einige sind der Überzeugung, dass sie gesünder Leben als ein Nicht-Vegetarier. Automatisch zum Vegetarier werden die, die eine Abneigung gegen den Geschmack von Fleisch haben. Auch halten einige Vegetarier ihre Ernährungsweise für ökologischer: Sie wollen etwas gegen die intensive Tierhaltung infolge des erhöhten weltweiten Fleischkonsums tun, die umweltschädlicher als die herkömmliche extensive Tierhaltung ist. Bei Anderen wiederum fordert ein religiöser Hintergrund gewisse Ernährungsregeln, die einen Vegetarismus bedingen können, Beispiele finden sich im Jainismus, Hinduismus und Buddhismus. Laut einer vor Kurzem veröffentlichten Spiegel-Studie überwiegen in Deutschland moralische Gründe mit ca. 60 Prozent deutlich vor gesundheitlichen Gründen mit ca. 20 Prozent. Wie stark Vegetarier in Deutschland im Kommen sind, ist hingegen umstritten. Während die Nationale Verzehrstudie aus dem Jahr 2007 von gerade einmal 1,6 Prozent Vegetariern in Deutschland ausgeht, nennen andere Studien, die z.B. von Tierschutz-Organisationen angefertigt oder von Vegetarier-Verbänden interpretiert werden, von 7 bis 9 Prozent und somit 6-7 Millionen Vegetariern in Deutschland. Die Wahrheit wird - wie someist - irgendwo dazwischen liegen.
Die Lust auf Fleisch hingegen stagniert auf deutschen Tellern auf hohem Niveau. 1950 verzehrten die Deutschen pro Kopf noch rund 26 Kilogramm im Jahr, der in Zusammenarbeit von Heinrich-Böll-Stiftung und Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) vorgestellte Fleischatlas 2013 weist inzwischen 89 kg Fleischverzehr pro Jahr beim Durchschnittsdeutschen aus. Ein durchschnittlicher Deutscher "verbraucht" danach im Laufe seines Lebens 1094 Tiere, darunter 4 ganze Rinder, 4 Schafe, 12 Gänse, 37 Enten, 46 Schweine, 46 Puten und 945 Hühner. In diesen Zahlen enthalten ist nicht nur, was gegessen wird, sondern etwa auch die Nutzung von Knochen für die Produktion von
Seife oder andere Nutzungen. Kaum jemand bezweifelt, dass die fleischreiche Ernährungsform ein Irrweg ist. Sie erhöht das Risiko von Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Bluthochdruck, Gicht, Diabetes und Herzleiden. Viele Medienberichte über Lebensmittelskandale gerade im Zusammenhang mit Fleisch erhöhen zumindest die Wahrnehmung des Vegetarismus. Vielen ist dabei noch unklar, worin die Unterschiede z.B. zwischen Vegetariern und Veganern bestehen.

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Messer, Gabel, Schere, Licht
Spielen ist elementar. Auch wenn einige Erwachsene den Reiz dessen vielleicht nicht mehr ganz nachvollziehen können, hat doch jeder eine Vorstellung davon, was man unter "spielen" versteht. Um eine allgemeine Verständnisgrundlage neben all diesen Vorstellungen zu schaffen, hilft ein Blick ins Lexikon. So paradox es klingen mag, eine theoretische Beschreibung von Spiel ins Feld zu führen, versteht man unter dem Begriff "Spiel" per Definition im weiteren Sinne: Spielen dient also zunächst schlicht und ergreifend der Freude. Spielen soll Spaß machen, ohne Zwang und ohne Sorgen. Doch es gibt bei diesem Thema noch mehr Aspekte: Kommunikation, soziale Kompetenz, Konzentration, Motorik, etc. sind nur einige Stichworte in diesem Zusammenhang.
Es gibt einen eigenen Wissenschaftszweig für dieses Thema: Die Spielwissenschaft. In dieser wird noch einmal gesondert zwischen zweckgerichteten und zweckfreien Spielarten unterschieden. Doch genug der Theorie - Spielen ist etwas Praktisches.

Gut gespielt, ist halb gewonnen
Von klein an ist Spielen für die Entwicklung von Kindern von elementarer Bedeutung. Zunächst genügen sich Babys selbst zum Spielen. Da bergen Finger und Füße eine riesige Faszination. Was auch immer gerade ins Blickfeld kommt, wird bestaunt und ergriffen. Erst etwas später begreifen Babys, dass das "Spielzeug" ja zum eigenen Körper gehört. Dieser Erkenntnis folgt die Fähigkeit, die Bewegungen so zu koordinieren, dass der Zeh gezielt zum und in den Mund geführt werden kann. Am großen Onkel zu lutschen ist das erste Ergebnis der kindlichen Spielanfänge. Die Kleinen sind zu Beginn der Mund-Zeh-Begegnung in der Regel drei Monate alt. Das ist natürlich nur ein Richtwert, der im Einzelfall abweichen kann.
Dieser motorischen Entwicklung folgt das Spiel mit körperfremden Spielzeug. Zu diesem Zeitpunkt ist das Kind durchschnittlich vier Monate alt. Mit sogenannten "Probehandlungen" fängt das Kind schon in diesem jungen Alter an, die erwachsenen Bezugspersonen, im Regelfall die Eltern, nachzuahmen. So bekommen Kuscheltiere die gesamte Palette der Töne und Laute zu hören. Manchmal sprudeln die Geräusche wie ein Wasserfall aus den kleinen Plappermäulern. Damit wird die Kommunikation spielerisch angestoßen. Da die Babys dieses Verhalten immer wieder wiederholen, verfestigen sie automatisch die ersten Kommunikationsversuche mit dem Teddy und den Eltern. Die Motorik wird natürlich weiterhin im Spiel trainiert. Alles, was potenziell eine Faszination ausüben kann, wird begierig angenommen. Viele Eltern kennen endloses lautstarkes Rasseln aus dem Babybett. Noch kein halbes Jahr alt und schon sind Motorik, Kommunikation und Konzentration ein Kinderspiel. Diese Vorgänge werden im Laufe der Zeit natürlich verfeinert. Kurz vor dem ersten Geburtstag, durchschnittlich mit zehn Monaten, werden die Dinge interessant, die sich bewegen. Das lässt sich gut am Beispiel eines Balles nachvollziehen. Mit einfach beweglichen Dingen, wie eben Bällen, beginnen Kinder Zusammenhänge im Kopf herzustellen: Ich schubse den Ball an, er rollt weg. Gleiches gilt für weniger angenehme Spiele, zumindest für Eltern. Krachmachen ist nämlich auch ein tolles Beispiel für den Zusammenhang von Ursache und Folge: Ich haue beispielsweise einen Holzlöffel auf einen Topf und es macht laute, neue Geräusche. Mache ich das nochmal, kommt wieder das Geräusch. Schlage ich auf einen anderen Topf, kommt auch ein Geräusch, aber das klingt etwas anders. Das ist spannend und kann, zum Nachteil für die elterlichen Nerven, zu weniger wohlklingenden Konzerten in der heimischen Küche führen. Bei Bällen und Töpfen deutet sich schon an, dass Spielen auch für das (kindliche) Lernen eine wichtige Rolle spielt. Viele dieser frühkindlichen Spielereien sind auch für Motorik und Koordination entscheidend. Indem ein Kind einen Turm baut, lernt es Augen und Hände miteinander in Einklang arbeiten zu lassen. Wenn der Turm zusammenbricht und neu aufgebaut werden muss, wird die Ausdauer und Konzentration geschult. Es regt zum Denken an und hilft dabei, Strategien zu entwickeln. Gleichgültig, wie viele Versuche es benötigt - irgendwann wird der Knoten platzen, dass unten die großen Steine vielleicht mehr Sinn ergeben, als die kleinen. Heißt: Das logische Denken wird gefördert und gefordert.
Spätestens mit dem Eintreten in den Kindergarten ist das Spiel auch hilfreich dabei, den Umgang mit anderen Menschen zu erlernen. Das gilt schon vorher im familiären Rahmen. Gemeinsames Spielen schweißt zusammen, das kann kein ganzer Nachmittag vor dem Fernseher ersetzen. Spielt man zusammen mit seinen Kindern, lernt man die Welt zusammen kennen. Erwachsene können dadurch durch Kinderaugen sehen. Auch das Lernen von Gewinnen und Verlieren bietet sich nirgends mehr an, als beim Spielen. Das stärkt zusätzlich das Selbstbewusstsein.
Man kann die Wichtigkeit von Spielen für die Entwicklung eines Kindes gar nicht genug betonen. Meist ist gemeinsames Spielen wesentlich sinnvoller als die Anmeldung im x-ten Verein.

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