Die Mitglieder
  

Findefuchs
Freiburg / Südbaden

Wo steigen die tollsten Familienfeste? Welche Kinderstücke stehen gerade auf den Theaterprogrammen der Region? Welche Museen versprechen Spiel und Spannung? Wo lassen sich tolle Kindergeburtstage feiern? Welche Schulkonzepte sind gerade auf dem Vormarsch? Seit mehr als einem Vierteljahrhundert finden Familien Antworten auf all diese und viele weitere Fragen in B. Zettis findefuchs.

Ursprünglich als Kinderzeitung konzipiert, etablierte sich der findefuchs und wuchs an seinen Aufgaben: Das Magazin spricht heute mit einem breiten Themenspektrum und festgelegten Schwerpunkten die ganze Familie an. Die Themen reichen dabei von Tipps für den Kindergeburtstag über neue Schulkonzepte bis hin zum Ratgeber für werdende Eltern oder den großen jährlichen Museumsführer. Regelmäßige Ferien- und Freizeittipps gehören genauso dazu wie Themen aus dem Medienbereich, Buch- und CD-Tipps. Fester Bestandteil jeder Ausgabe ist zudem ein umfangreicher Veranstaltungskalender.

Dabei erreicht das sechsmal im Jahr erscheinende Familienmagazin nicht nur Freiburger Leser, sondern bietet Lesestoff für Familien im ganzen südbadischen Raum, dem angrenzenden Elsass und dem Großraum Basel.

Seit 2006 gibt es neben dem Hauptheft auch einen Teil für Erst- bis Viertklässler mit Kindernachrichten, Rätseln oder Bastelanleitungen. Einen festen Platz im Kindermagazin hat auch das Projekt "Zisch - Zeitung in der Schule" der Badischen Zeitung, bei dem Grundschüler über ihre Erlebnisse bei Klassenprojekten, Schulausflügen oder aus dem Alltag berichten.

Das Redaktionsteam:

Geschäftsführung: Michaela Moser
Redaktionsleitung: Tanja Bruckert
Redakteure: Erika Weisser, Valérie Baumanns
Feste Freie MitarbeiterInnen: Marion Klötzer, Reinhold Wagner

Webseite:
www.findefuchs.de

 

Unser aktueller Artikel

Gemeinschaft (er)leben: Internaterziehung im Trend
In Zeiten der Harry-Potter-Romane rückt das Internatsleben nach einer Zeit des Dämmerschlafes unter äußerst positivem Blickwinkel wieder in den Blickpunkt. Während zu Hanny-und-Nanny-Zeiten "Internat" einer Strafandrohung gleichkam, ist für den trendigen Zauberlehrling das Internat Hogwards ein Fluchtpunkt aus einem trüben Alltag unter Muggeln.
Vernachlässigt und mit Häme verfolgt - ist Harrys Schicksal da so viel anders als das mancher Unterschichtkinder, in deren Zuhause es oft, sei es aus Desinteresse oder Unvermögen, an Förderung fehlen lässt? Kein eigenes Zimmer, um in Ruhe zu lernen, störende kleine Geschwister, die gehütet werden müssen, überforderte Alleinerziehende, abwesende Eltern oder solche, die im schlimmsten Fall das Haushaltsgeld in eine Sucht stecken, sodass Normalitäten von vorzeigbarer Kleidung bis zu vollständigem Schulmaterial ein Traum bleiben ... Das sind Szenarien, die ein Internat als bessere Lösung erscheinen lassen.
Und dann gibt es umgekehrt die ehrgeizigen Eltern, die ihre sich der Schule verweigernden Sprösslinge ins Internat hieven, weil sie sie für hochbegabt halten - oder auf sozial akzeptable Weise eine eigene Überforderung aus dem Weg zu räumen versuchen. In jedem Falle sind Internatsschulen in Zeiten von Konjunkturproblemen und Schulverweigerung ein Thema, das an Bedeutung gewinnt. Die Auswahl ist alles andere als klein. Die unterschiedlichsten pädagogischen Richtungen, Träger und Profile konkurrieren um das interessierte Publikum. Neben den klassischen Internaten bieten spezielle Einrichtungen der Erziehungshilfe und der Behindertenförderung ihre Dienste an.
Als Internatsträger können die Kirchen auf eine lange Geschichte der Wissensvermittlung zurückschauen. Schließlich waren Klöster die ersten Institutionen, die Schulen einrichteten. Aber auch die in der Tradition der Reformpädagogik stehenden Landerziehungsheime (LEH) können auf eine über 100-jährige Entwicklungsgeschichte verweisen. Ob traditionell oder refompädagogisch, gemeinsam ist den zahlreichen Internaten ein positives Bild von Gemeinschaft und ein gewisses Maß an sozialem Anspruch. Die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen, wird in gemischten genauso wie in den reinen Jungen- oder Mädchen-Internaten groß geschrieben.
Die Kosten für eine Internatsunterbringung variieren erheblich. Während staatliche und kirchliche Träger eher moderate Beiträge fordern, liegen die Kosten bei den freien Träger oft deutlich über 2.000 Euro monatlich. Wenig bekannt ist allerdings, dass viele Schüler einkommensabhängig Stipendien beantragen können, die meist aus den Mitteln von Förderkreisen und Ehemaligenbünden finanziert werden. Selbst Internate, die ihrem Ruf nach der Finanzelite zugerechnet werden, zeigen hier eine soziale Haltung, die dem Anspruch, Verantwortung auch für andere zu übernehmen, in hohem Maße gerecht wird.

Heimschule St. Landolin
Die Ettenheimer Heimschule St. Landolin setzt sich zur Aufgabe, junge Menschen ganzheitlich im schulischen, sozialen und religiösen Bereich zu fördern. Mit der christlich orientierten Erziehung will man den jungen Menschen helfen, ihren eigenen Lebensweg zu finden, Verantwortung zu übernehmen, zu einer positiven Auseinandersetzung mit dem Glauben zu kommen. Die Bereitschaft, diese christliche Haltung mit zu tragen, wird von den Schülern erwartet.
Ein allmonatliches Internatswochenende mit einem gemeinsamen sonntäglichen Gottesdienst stärkt das Gemeinschaftsgefühl ebenso wie Gruppenabende und Gruppenwochenenden. Zusätzlich werden in unregelmäßigen Abständen Projektwochenenden angeboten. Die Teilnahme ist freiwillig, die Wochenenden stehen meist unter einem bestimmten Motto und finden zum Teil außerhalb des Internates statt.
Bis zum Schuljahr 1995/96 war das Internat ein reines Jungeninternat, heute leben 100 Jungen und Mädchen auf dem Internatsgelände. In vier Jungen- und drei Mädchengruppen. Sie sind in getrennten Gebäuden in Zwei- und Dreibettzimmern untergebracht. Zusätzlich stehen ihnen Fernsehräume und Küchen zur Verfügung. Je nach Gruppengröße ist es in der Oberstufe möglich, ein Einzelzimmer zu belegen. Jede Gruppe wird von einer pädagogischen Fachkraft und wenn möglich zwei FSJlern betreut.
Die Schule umfasst Realschule und allgemeinbildendes Gymnasium (G8) sowie sozialpädagogisches und Wirtschaftsgymnasium und Berufskolleg I.
Der monatliche Beitrag für das Internat liegt bei 565 Euro, für Oberstufenschüler in Einzelzimmern 590 Euro, jeweils zzgl. 25 Euro Schulgeld. Zusätzliche Kosten: Kulturbeitrag: jährlich 70 Euro zum Schuljahresbeginn bzw. bei Eintritt ins Internat Mit dem Kulturbeitrag werden Fahrten (Theater, sportliche Veranstaltungen) bezuschusst, Wochenenden mitfinanziert oder Anschaffungen im kulturellen Bereich getätigt. Einmalige Aufnahmegebühr: 75 Euro.
Kontakt
Prälat-Schofer-Str. 1
77955 Ettenheim
Baden-Württemberg / Deutschland
fon: 07822 / 8928-100
www.heimschule-
ettenheim.de
Träger: Schulstiftung der Erzdiözese
Freiburg

Heimschule Kloster Wald
Die staatlich anerkannte Mädchenschule betreut ca. 140 Schülerinnen von der 4. - 13. Klasse. Zu den Internen kommen etwa 380 Externe hinzu. Die Klassenstärke liegt bei 25-28. Die Heimschule bietet ein sprachliches Profil mit der Sprachenfolge Englisch, Latein und Französisch und ein naturwissenschaftlich-technisches Profil an. Optional können die Schüler entsprechend dem Biberacher Modell bereits ab der 5. Klasse mit Englisch und Latein parallel starten.
Die Heimschule wird gemäß dem Kernsatz der benediktinischen Ordensregel "Ora et Labora" geführt, weshalb neben der schulischen Bildung ab der 10. Klasse eine Handwerksausbildung gemacht werden kann, die nach dem Abitur im September mit der Gesellenprüfung abgeschlossen wird. Die im Jahr 2000 gegründete gemeinnützige Stiftung "Schwester Sophia OSB" gibt Stipendien an Schülerinnen und unterstützt die Lehrwerkstätten.
Im Internatsbereich wird die Gemeinschaft - auch mit den nicht im Schuldienst tätigen Ordensschwestern - betont. Die Bereiche Schule, Kloster, Hauswirtschaft und Werkstatt sind räumlich nicht streng abgegrenzt. Ab der Mittelstufe werden die Mädchen zunehmend für die eigene Versorgung in die Pflicht genommen und erlangen so Autonomie und Selbstbewusstsein. Das Konzept als Mädchenschule soll helfen, den Schülerinnen das Kräftemessen des koedukativen Lernens zu ersparen und sie zu stärken, wobei der Kontakt mit dem anderen Geschlecht heute nicht mehr schräg angesehen, aber durchaus kontrolliert wird.
Wenn man auf der Homepage der Schule liest "Jedes Jahr schließen etwa 30 bis 40 Schülerinnen die Lehre erfolgreich ab. Es waren zahlreiche Kammer-, Landes- und sogar Bundessiegerinnen aus dem Leistungswettbewerb der Handwerksjugend darunter", spürt man, dass die Schwestern stolz auf ihre Schülerinnen sind.
Die Kosten für Schule und Internat liegen bei 870 bis 890 Euro. Die optionale handwerkliche Werkstattausbildung kostet monatlich 80 Euro bis zum Abitur und ca. 550 Euro bis zur Gesellenprüfung nach dem Abitur. Ungefähr 80 Euro werden zusätzlich für Ausflüge und Taschengeld gebraucht.
Kontakt
Heimschule Kloster Wald
88639 Wald
Telefon 07578 / 1880

www.heimschule-kloster-wald.de

Träger: Schulstiftung der
Erzdiözese Freiburg

Birklehof
Der Birklehof ist ein LEH-Internat (www.leh-internate.de) und liegt einen Katzensprung außerhalb von Hinterzarten entfernt. Heute leben 160 Jungen und Mädchen in dem Internat, die in Gruppen von 4 bis 18 Kindern jeweils von einem Lehrer als Hauserwachsenem betreut werden. Neben dem ,Hauserwachsenen€ hat jeder Schüler einen Mentor, den er sich ab der 7. Klasse aus dem Kreis der Lehrer und Hauserwachsenen selbst wählt. Ein System von Schülermentoren und Patenschülern verbindet Ober- u. Unterstufenschüler. Heimfahrten sind alle drei
Wochen möglich, die übrigen Wochenenden werden für
gemeinschaftliche Programme genutzt.
Das Birklehof-Gymnasium ist ein staatlich anerkanntes, konfessionell ungebundenes, sprachlich-naturwissenschaftliches Gymnasium, das neben den Internatsschülern auch etwa 60 Externe zählt. Die Klassenstärke liegt bei 16 bis 24 Schülern.
Als Fremdsprachen werden Englisch und anschließend Französisch oder Latein angeboten. In der 8. Klasse entscheiden sich die Schüler zwischen sprachlichem Profil oder naturwissenschaftlichem Profil. Schüler, die sich in der 6. Klasse für Französisch entscheiden, sind automatisch ,Naturwissenschaftler€, da nur dies als reguläre 3. Fremdsprache angeboten wird. Ab der 9./10. Klasse wird zusätzlich Griechisch als Wahlfach angeboten. Das Abitur wird intern abgenommen. Der schriftliche Teil entspricht dem baden-württembergischen Zentralabitur.
Neben dem staatlich vorgeschriebenen Curriculum gibt es in der Orientierungsstufe Instrumentalunterricht und gemeinsames Musizieren verbindlich für alle Schüler. Individuelle Sonderförderung wird ebenso für besonders Begabte wie etwa für Kinder mit LRS-Problematik angeboten.
In der Mittelstufe gibt es handwerkliche Unterrichtseinheiten, außerdem machen alle Schüler Betriebspraktika in der 10. Klasse. Zwischen 9. und 11. Klasse wird ein internationaler Schüleraustausch angeboten. Vielfältige nachmittägliche Arbeitsgemeinschaften aus verschiedenen Bereichen, Outdoor-Aktivitäten, Projekttage und die Beteiligung der Schule am Hilfsprojekt in der Sahelzone komplettieren das Themenspektrum.
Die monatlichen Internatskosten betragen in der 5.-10. Klasse 2.220 Euro, in der Oberstufe 2.280 - 2.530 Euro zzgl. ca. 90 - 160 Euro Nebenkosten. Bis zu 25 Prozent der Schüler kommen je nach Familieneinkommen jedoch in den Genuss von Stipendien, die durch Spenden und Mitgliedsbeiträge der ,Altbirklehofer€ (www.altbirklehoferbund.de) ermöglicht werden.
Kontakt
Schule Birklehof
79856 Hinterzarten
fon: 07652 / 122 - 0
www.birklehof.de

Träger: Schule Birklehof e.V.;
Mitglied in der Vereinigung
Deutscher Landerziehungsheime und der Round Square
(www.roundsquare.de + www.roundsquare.org)

Ganztagesschule oder Internat?
Schloss Gaienhofen
Bis 2015 werden insgesamt 40 Prozent aller allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg Ganztagsschule. Es scheint, dass berufstätige Eltern sich in Zukunft die Suche nach einem guten Internat sparen können. Die Angebote der Ganztagsschulen zeigen, dass Wunsch und Realität in der Schulpolitik weit auseinanderklaffen. Über zusätzliche Betreuung und Qualität der Gesamtschulen weiß niemand richtig Bescheid. Besorgte Eltern fragen sich, ob ihre Kinder dann wirklich differenziert und optimal gefördert werden und zusätzlich kind- und jugendgerechte Zusatzangebote erhalten. Für Musikunterricht, Leistungssport und für den Nachhilfeunterricht bleibt kaum noch Zeit.
Internate bieten oft Leistungen, von denen Eltern von Tagesschulkindern nur träumen können. Nicht nur wohlhabende Eltern leisten sich ein Internat für ihre Kinder. Stipendien ermöglichen allen Kindern eine ganzheitliche Ausbildung. Das Evangelische Internatsgymnasium Schloss Gaienhofen, das direkt am Bodensee liegt, ist so ein Beispiel. In Gaienhofen leben und lernen fast 60 Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Lehrern, Erziehern, Psychologen und mit Sozialpädagogen. Von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr sind die Schultage strukturiert. Vormittags findet der normale Unterricht statt. Kleinere Klassen und homogenere Klassenzusammensetzung bieten mehr Möglichkeiten für moderne Unterrichtsformen, Freiarbeit oder Projektunterricht. Unterrichtsausfälle gibt es an diesem Gymnasium kaum. Dafür aber schulbegleitende Berufspraktika, bilingualer Unterricht und das in der Bundesrepublik einzigartige Schulfach "Wirtschaft und Verantwortung", in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Konstanz. Am Nachmittag werden Gruppenstudium, Studienhilfen bei Profilwechsel, individuelle Förderkurse, Lernhilfen, Begabtenförderung und das kollegiale Lernen in der Hausgemeinschaft angeboten. Pädagogen und Fachlehrer helfen bei den Hausaufgaben und sind als Gesprächspartner fast rund um die Uhr für die Kinder ansprechbar.
In der Freizeit stehen den Schülern 25 verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Aktivitäten oder zahlreiche Exkursionen zur Wahl. Als Ruderschwerpunktschule des Landes Baden-Württemberg können die Internatsschüler auf bundesweite Erfolge auf Schul- und Verbandsebene zurückblicken.
Kontakt
Schloss Gaienhofen
Evangelisches Internat
am Bodensee
78343 Gaienhofen
Telefon 07735/ 812-0
www.schloss-gaienhofen.de

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Entdecke deine eigene Stadt
Der neue Freiburger Kinderstadtplan - noch aktueller, noch informativer

Wo kann man in der Stadt skaten? Wann kommt das Spielmobil in die verschiedenen Stadtteile? Wohält die Buslinie Nummer 14? Werkennt die Adressen der Kinder und Jugendtreffs? Wie kommt man am schnellsten zum Wasserweg? Und wo geht es zum Abenteuerspielplatz? Kluge Antworten zu diesen und unzählbar vielen weiteren wichtigen Fragen liefert der neue Freiburger Kinderstadtplan.
Seit April 2002, als der damalige "Arbeitskreis Freiburger Kinderstadtplan" in Zusammenarbeit mit Freiburger Kinderund Jugendbegegnungsstätten, dem städtischen Kinderbüro, dem Vermessungsamt und den verschiedenen Freiburger Schulen erstmalig einen neuartigen Stadtplan für Kinder konzipierte und veröffentlichte, ist dieser pfiffige Wegweiser für viele Freiburger Kinder und Familien unverzichtbar geworden. Über 40.000 Exemplare wurden gedruckt und ausgegeben und begeisterten kleine und große Entdecker gleichermaßen. Inzwischen ist der Plan von 2002 veraltet - seit April diesen Jahres gibt es einen neuen Liniennetzplan, Familien-Stadtteile wie Vauban und Rieselfeld sind enorm gewachsen, neue Institutionen und Spielflächen sind entstanden - deshalb erscheint nun eine zweite, vollständig überarbeitete und modifizierte Version des beliebten Stadtführers.

Unter Federführung des 2005 gegründeten Vereins "Kinderstadt Freiburg e.V", der aus dem Arbeitskreis "Freiburger Kinderstadtplan" hervorgegangen ist, entstand in 18monatiger Arbeit ein 108 Seiten starkes Werk, das mit Beteiligung von Kindern entwickelt wurde und aufs Neue stadtteilbezogene Pläne mit lehrreichen Ortsangaben präsentiert, die auf anschauliche Weise vielfältige Informationen liefern. Zielgruppe sind primär Kinder von vier bis zwölf Jahren, aber auch für Jugendliche und Erwachsene bietet der zweite Freiburger Kinderstadtplan Interessantes und Wissenswertes. "Ganz neu ist das übersichtliche Straßenregister", sagt Michaela Moser, erste Vorsitzende von "Kinderstadt Freiburg e.V.", "das hat beim letzten Mal noch gefehlt". Neben dem aktualisierten Adressregister wurde der redaktionelle Teil erheblich erweitert und präsentiert erstmals einen thematisch geordneten Kinderund Familienratgeber. Ein weiteres Novum ist die Darstellung der Planquadrate, die nicht mehr alphabetisch, sondern kartografisch gerastert wurden. Somit lernen die Kinder von Anfang an den korrekten Umgang mit einer Karte, wie sie es aus dem Geografieoder Mensch-, Naturund Kultur-Unterricht (MeNuK) kennen. "Wir haben uns gezielt am Lehrplan orientiert", sagt Moser, "und versucht, viele Elemente für die pädagogische Arbeit zu erweitern, damit der Plan verstärkt in den Schulen zum Einsatz kommt".
Dies möchte auch Friedrich Gervé von der Pädagogischen Hochschule Freiburg, der als zweiter Vorsitzender der "Kinderstadt Freiburg" fungiert. Neben Moser und Gervé setzt sich der Verein aus sechs weiteren Mitgliedern zusammen: Uschi Velter als Vertreterin der Schulen, Thilo Fieravanti (Medien), Ute Vasen (VAG), Elke Grosser (Umwelt und Gesundheit), Christa Zink vom städtischen Kinderbüro und Hannes Link (VCD) haben sich im Verein zur Aufgabe gemacht, Kinder bei der aktiven Erschließung ihrer Stadt zu unterstützen und sie damit in ihrer eigenständigen Lebensgestaltung zu stärken. In der Satzung wird betont, dass, "grundsätzlich Themen und Projekte nicht nur für Kinder, sondern mit Kindern erarbeitet und gestaltet werden." Christa Zink hebt dies hervor: "Warum ich die Neuauflage des Kinderstadtplans so wichtig finde ist, dass man darauf reagiert hat, was für Anregungen und Kritik von den Kindern selbst kam, die beispielsweise ein Straßenverzeichnis wollten. So eine Einbindung von Kindern wünschte ich mir bei vielen Dingen, dann könnten Fehlplanungen besser vermieden werden." Der neue Freiburger Kinderstadtplan verdeutlicht eindrucksvoll, wie Partizipation von Kindern und Jugendlichen intelligent umgesetzt werden kann. Auch Ute Vasen, im Hauptberuf VAG-Jugendmarketingleiterin, ist von der Neuauflage begeistert: "Das ist eine tolle Sache und trägt zu einer modernen Verkehrserziehung bei, die Kinder selbstständig und altersgemäß ihre Stadt entdekken und erschließen lässt. Man muss nicht immer das "Taxi Mama" benutzen."

Vielleicht kommt der nächste Vorschlag für den Familienausflug mal von den Kindern - denn neu im Kinderstadtplan ist auch ein Übersichtsplan des Naherholungsgebietes am Schauinsland. Und was es da alles zu entdecken gibt...

INFO:
Das 108-seitige Heft plus Faltplan gibt es ab August im Handel (Schutzgebühr von 3,50 Euro), man kann es aber auch bestellen unter: Kinderstadt Freiburg e.V. Heinrich-von-Stephan-Str. 15 79100 Freiburg Tel. 0761/5207450 Fax 0761/5559271 E-Mail: info@kinderstadt-freiburg.de www.kinderstadt-freiburg.de

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